Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 beginnt am 11. Juni und wird überwiegend in den USA ausgetragen. Von 104 Spielen finden 78 in den Vereinigten Staaten statt, darunter auch das Finale am 19. Juli bei New York. Für viele deutsche Fans stellt sich die Frage nach der Einreise. Die gute Nachricht: In der Regel ist kein Visum erforderlich. Eine elektronische Einreisegenehmigung, bekannt als Esta, reicht aus. Dies bestätigen aktuelle Einschätzungen von Experten und Behörden.
Einreise ohne Visum: Die Esta-Genehmigung
Für touristische Aufenthalte in den USA genügt die sogenannte Esta-Genehmigung. Diese wird online oder per App beantragt und kostet 40 US-Dollar (etwa 34,50 Euro). Die Genehmigung ist zwei Jahre gültig und berechtigt zu mehreren Aufenthalten. Voraussetzung ist ein gültiger Reisepass – auch für Kinder, die ein eigenes Dokument benötigen.
Wichtig: Fehler im Antrag können zu Problemen führen. Besonders bei automatisch übernommenen Passdaten ist Sorgfalt geboten. Auch die Reisehistorie spielt eine Rolle. Wer seit Januar 2021 in Kuba war oder Bezüge zu Ländern wie Iran oder Syrien hat, benötigt ein Visum. Die Esta-Genehmigung ist in solchen Fällen nicht ausreichend.
Entscheidung an der Grenze
Selbst mit einer genehmigten Esta liegt die finale Entscheidung bei den US-Grenzbeamten. Laut Reiseexperte Timo Kohlenberg gilt jedoch: Wer alle Angaben korrekt gemacht hat, hat in der Praxis selten Schwierigkeiten. Strenge Kontrollen seien üblich, Probleme aber die Ausnahme. Auch die Sorge, als Tourist nicht willkommen zu sein, bestätigt sich laut Branchenkennern nicht. Viele Reisende berichteten von offenen und freundlichen Begegnungen vor Ort. Kohlenberg spricht von einem „verzerrten Bild“ zwischen Wahrnehmung und tatsächlicher Erfahrung.
Weniger Andrang, sinkende Preise
Trotz Großereignissen wie der WM, dem 250. Unabhängigkeitsjubiläum der USA und dem 100. Geburtstag der Route 66 bleibt der große Touristenansturm bislang aus. Politische Entwicklungen und verschärfte Kontrollen haben laut Experten viele Reisende verunsichert. Das wirkt sich auf die Preise aus: Flüge, Hotels und Mietwagen sind laut Reiseexperte derzeit oft günstiger. Auch der Dollarkurs spielt Urlaubern in die Karten. In WM-Städten wie New York oder Los Angeles bleibt es rund um die Spiele dennoch teuer.
Fazit: Einreise gut machbar
Unterm Strich gilt: Die Einreise ist für deutsche Fans in der Regel gut machbar – entscheidend ist ein korrekt ausgefüllter Antrag und ausreichender Vorlauf. Wer die Esta rechtzeitig beantragt und alle Angaben sorgfältig prüft, kann die WM in den USA entspannt genießen.



