Usedom setzt auf Qualität statt Massentourismus: Tourismuschef reagiert auf Mega-Hotel in Polen
Usedom setzt auf Qualität statt Massentourismus

Usedom setzt auf Qualität statt Massentourismus: Tourismuschef reagiert auf Mega-Hotel in Polen

Inmitten der Diskussionen um ein geplantes Mega-Hotel an der polnischen Ostseeküste zeigt sich der Tourismus-Geschäftsführer von Usedom, Michael Steuer, gelassen und selbstbewusst. Das Hotel Golebiewski in Pobierowo, das mit über 1200 Zimmern und 13 Stockwerken als Luxus-Hotel im Kreuzfahrtstil geplant ist, wird von Kritikern bereits als "Klein Dubai" bezeichnet. Im Vergleich dazu verfügt das bekannte Hotel Neptun in Warnemünde lediglich über etwa 340 Zimmer.

Konkurrenz belebt das Geschäft

Steuer betont, dass Konkurrenz das Geschäft belebe und es von Vorteil sei, wenn die deutsch-polnische Ostseeküste durch ein solches Riesen-Hotel im Gespräch bleibe. Er verweist jedoch auf die einzigartigen Vorzüge Usedoms: "Wir wollen qualitativ wachsen – und nicht wie in Polen quantitativ. Wir setzen nicht auf Glas und Beton, sondern auf unsere Bäderarchitektur, auf die höchste Dichte an Wellness-Hotels, auf hochwertige Veranstaltungen und auch auf Lifestyle." Mit dieser Strategie spreche Usedom eine ganz andere Zielgruppe an.

Usedom als Ganzjahresziel

Der Tourismus-Experte macht deutlich, dass Usedom zu einem Ganzjahresziel entwickelt werden soll. Stolz berichtet er, dass sich die Anzahl der Gäste, die von November bis Februar die Insel besuchen, in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert habe – im Gegensatz zu anderen Ostsee-Destinationen wie Rügen. "Auch wenn der derzeitige Winter mit der zugefrorenen Ostsee nur alle zehn Jahre vorkommt und ein tolles Ambiente bietet, so hat die Ostseeküste grundsätzlich auch im Winter ihren ganz besonderen Charme", betont Steuer. "Wir wollen nicht mehr nur in Haupt- und Nebensaison denken – Usedom hat ganzjährig seinen Reiz."

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Tourismus als Mannschaftssport

Steuer unterstreicht, dass Tourismus ein Mannschaftssport sei, bei dem Hotels, Gastronomie, Einzelhandel und alle beteiligten Akteure gemeinsam agieren müssten. Trotz eines anspruchsvollen Jahres blickt er optimistisch in die Zukunft und setzt auf die bewährten Stärken der Insel. Die Kombination aus historischer Architektur, Wellness-Angeboten und hochwertigen Veranstaltungen soll Usedom weiterhin als Premium-Ziel am Markt positionieren.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration