Allianz meldet Rekordstart: Milliardengewinn im ersten Quartal
Allianz: Rekordgewinn von 4,5 Milliarden Euro

Der größte deutsche Versicherungskonzern Allianz hat einen überraschend starken Start ins Jahr hingelegt. Der operative Gewinn stieg im ersten Quartal auf 4,5 Milliarden Euro – ein Rekordwert. Das entspricht einem Plus von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Rekordergebnis dank geringerer Schäden und starkem Fondsgeschäft

Vorstandschef Oliver Bäte zeigte sich zufrieden und bestätigte die Jahresprognose: Der operative Gewinn soll zwischen 16,4 und 18,4 Milliarden Euro liegen. Die Allianz ist in fast 70 Ländern aktiv und betreut rund 97 Millionen Kunden.

Besonders die Schaden- und Unfallversicherung trug zum Erfolg bei. Im Vorjahr hatte das Geschäft noch unter den verheerenden Waldbränden in Los Angeles gelitten. Nun profitierten die Münchner von weniger Schadensmeldungen und niedrigeren Kosten.

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Fondsgeschäft mit Rekordzuflüssen

Die Fondstöchter Pimco und Allianz Global Investors verzeichneten einen Rekordzufluss von 45 Milliarden Euro an neuen Kundengeldern – ein Plus von 57,6 Prozent. Das für Dritte verwaltete Vermögen stieg auf rund zwei Billionen Euro.

Der Konzernüberschuss legte sogar um mehr als die Hälfte auf 3,7 Milliarden Euro zu. Grund war unter anderem der Verkauf von Beteiligungen in Indien, der bereits bekannt gegeben worden war.

Lebens- und Krankenversicherung mit Margenrückgang

Im Geschäft mit Lebens- und Krankenversicherungen sank die Neugeschäftsmarge auf 5,3 Prozent. Damit lag sie jedoch über der selbstgesteckten Mindestmarke von fünf Prozent. Das operative Ergebnis in diesem Segment fiel um 5,1 Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro.

Die Allianz setzt verstärkt auf künstliche Intelligenz, um Prozesse zu optimieren. Kunden zeigen sich offenbar zufrieden, doch die Beschäftigten sehen die Entwicklung differenziert.

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