Apple betritt mit MacBook Neo neues Preisterrain
In einer bemerkenswerten Woche voller Produktankündigungen hat Apple am Mittwoch mit dem MacBook Neo einen echten Game-Changer vorgestellt. Auf drei parallel stattfindenden Veranstaltungen in New York, Shanghai und London präsentierte der Technologiegigant ein Notebook, das den Massenmarkt erobern soll. Mit einem Startpreis von nur 699 Euro (im Bildungsbereich sogar 599 Euro) zielt Apple bewusst auf eine Kundschaft, die bisher zu Windows- oder Chrome-OS-Geräten gegriffen hat.
Revolutionärer Preis durch ungewöhnliche Technik
Um diesen ungewöhnlich niedrigen Preis zu erreichen, musste Apple kreative Wege gehen. Die größte Überraschung steckt im Inneren: Statt eines der bewährten M-Chipsätze, die in anderen MacBooks zum Einsatz kommen, arbeitet im MacBook Neo ein A18 Pro Chip – derselbe Prozessor, der bereits im iPhone 16 Pro Max verwendet wurde. Diese Entscheidung erforderte erhebliche Softwareanpassungen, da eine spezielle Version von macOS entwickelt werden musste, die auf iPhone-Chips läuft.
Die Branche hatte zwar seit längerem über eine solche Softwarelösung spekuliert, doch meist in der Erwartung, Apple würde damit MacBooks und iPads verschmelzen. Stattdessen bleibt das MacBook Neo ein klassisches Notebook ohne Touchscreen – eine Entscheidung, die vermutlich auch dem Schutz der iPad-Verkäufe dient.
Ausstattung und Zielgruppen
Mit einem Gewicht von nur 1,23 Kilogramm ist das MacBook Neo sogar leichter als das aktuelle MacBook Air. Das Aluminiumgehäuse wird in vier ansprechenden Farben angeboten:
- Rosa
- Indigo
- Silber
- Zitrus
Die technische Ausstattung umfasst:
- 13-Zoll-Bildschirm mit 2408 x 1506 Pixeln und 500 Nits Helligkeit
- 8 GB Arbeitsspeicher (Minimum für Apple Intelligence)
- Speicheroptionen von 256 GB bis 512 GB (gegen Aufpreis)
- Zwei USB-C-Anschlüsse plus Kopfhöreranschluss
- 1080p-Kamera
Besonders interessant ist Apples Strategie: Mit rund 1,5 Milliarden aktiven iPhones weltweit hofft der Konzern, Kunden, die bereits ein Apple-Smartphone besitzen, aber vor der Investition in teurere MacBooks zurückschrecken, mit dem Neo vollständig in sein Ökosystem zu ziehen. Schüler und Studenten gehören zu den primären Zielgruppen.
Verfügbarkeit und weitere Neuheiten
Apple nimmt ab sofort Bestellungen für das MacBook Neo entgegen, die Auslieferung beginnt am 11. März 2026. Parallel zum Lowcost-Notebook präsentierte Apple in derselben Woche weitere Produktaktualisierungen:
iPhone 17e: Das neue Einstiegsmodell bietet 256 GB Basisspeicher, wird vom A19-Chip angetrieben und kostet ebenfalls 699 Euro.
iPad Air: Erhältlich in 11- und 13-Zoll-Varianten mit M4-Chip und Unterstützung für Wifi 7 sowie Bluetooth 6.
MacBook Air: Aktualisiert mit M5-Chip, 512 GB Basisspeicher bei unverändertem Preis von 1199 Euro.
MacBook Pro: Neue Modelle mit M5 Pro bzw. M5 Max Chips, 1 TB Basisspeicher und Preisen ab 2499 Euro.
Studio Displays: Zwei aktualisierte Monitore mit verbesserten Kameras, Anschlüssen und Audio-Systemen.
Das MacBook Neo markiert damit nicht nur einen wichtigen strategischen Schritt für Apple, sondern könnte die Notebook-Landschaft nachhaltig verändern – insbesondere im Einsteigersegment, das bisher von anderen Herstellern dominiert wurde.



