Apple revolutioniert den Laptop-Markt mit günstigem MacBook Neo
Bei einem Event in London hat Apple für eine große Überraschung gesorgt. Nach der Vorstellung des iPhone 17e, des iPad Air 4 sowie neuer MacBook-Air- und Pro-Modelle präsentierte der Konzern mit dem MacBook Neo einen komplett neuen, günstigen Einstiegslaptop. Das Gerät soll die Lücke unterhalb der etablierten Air- und Pro-Serien schließen und kombiniert dafür ein kompaktes Gehäuse mit bewährter iPhone-Technik im Inneren.
Kompaktes Design mit solidem Eindruck
Mit den Maßen 29,8 × 20,6 × 1,3 Zentimetern fällt das MacBook Neo etwas kleiner aus als das 13-Zoll-MacBook-Air, während das Gewicht mit 1,23 Kilogramm identisch ist. Im ersten Eindruck wirkt das Gehäuse solide und sauber verarbeitet, was für die Preisklasse durchaus positiv überrascht.
Display mit Stärken und Schwächen
Das 13-Zoll-Display des MacBook Neo bietet eine Auflösung von 2406 × 1506 Pixeln und macht optisch einen ähnlich guten Eindruck wie beim teureren Air-Modell. Besonders erfreulich ist die maximale Helligkeit von bis zu 500 Nits, die mit dem Air vergleichbar ist. Allerdings beschränkt Apple den Farbraum auf sRGB statt P3, was für professionelle Bildbearbeitung ein deutlicher Nachteil ist. Zudem fehlt die True-Tone-Funktion, die automatisch die Farbdarstellung an das Umgebungslicht anpasst.
iPhone-Chip statt Mac-Prozessor
Statt eines speziellen M-Chips arbeitet im MacBook Neo der A18 Pro, der bereits aus dem iPhone 16 Pro und iPhone 16 Pro Max bekannt ist. In der Neo-Version sind zwei schnelle und vier effiziente Prozessorkerne sowie fünf Grafikkerne verbaut. Im Vergleich zum aktuellen M5 im MacBook Air liefert der A18 Pro zwar weniger Leistung, besonders bei rechenintensiven Aufgaben, doch im täglichen Gebrauch fällt dieser Unterschied kaum auf. Programme starten zügig, Eingaben werden schnell umgesetzt und Wechsel zwischen Anwendungen verlaufen flüssig.
Ein besonderer Pluspunkt ist die Akkulaufzeit: Mit bis zu 16 Stunden hält das MacBook Neo fast so lange durch wie das Air-Modell und übertrifft damit deutlich viele andere Laptops in dieser Preisklasse. Ein klarer Haken bleibt beim Arbeitsspeicher, der auf 8 Gigabyte festgelegt ist und sich auch beim Kauf nicht erweitern lässt – was für anspruchsvolle Workflows begrenzte Reserven bedeutet.
Sparsame Ausstattung mit klaren Kompromissen
Apple spart sichtbar bei den Anschlüssen: Es gibt nur zwei USB-C-Buchsen, einmal in USB-3- und einmal in USB-2-Geschwindigkeit. Ein separater MagSafe-Port zum Laden fehlt, stattdessen erfolgt die Stromversorgung ebenfalls über USB-C. Immerhin wurde die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse beibehalten.
Eine weitere Sparmaßnahme betrifft die Tastatur, die ohne Beleuchtung auskommt. Beim Probetippen hinterließ die Tastatur jedoch einen ordentlichen Eindruck, und das große Touchpad wirkt angenehm und bietet viel Platz für Gestensteuerungen.
Preise, Varianten und Verfügbarkeit
Zum Start kommen zwei Speichervarianten: 256 Gigabyte für 699 Euro und 512 Gigabyte für 799 Euro. Die teurere Variante verfügt zusätzlich über einen Fingerabdrucksensor (Touch ID) in der Tastatur. Das MacBook Neo wird in vier Farben angeboten: Silber, Rosa, Zitrus und Indigo. Das Gerät ist ab sofort vorbestellbar, die Auslieferung beginnt am 11. März 2026.
Mit dem MacBook Neo setzt Apple deutlich auf den Überraschungseffekt und bietet erstmals einen Einstiegslaptop, der iPhone-Technologie mit MacOS kombiniert. Trotz einiger Kompromisse bei Ausstattung und Leistung könnte das Gerät insbesondere für Einsteiger und Nutzer mit grundlegenden Anforderungen eine attraktive Alternative darstellen.



