Apple setzt Flip-iPhone-Pläne aus: Fokus verlagert sich auf Fold-Modell
Gerüchten zufolge hat sich Apple von den lang gehegten Plänen für ein faltbares iPhone im Flip-Format verabschiedet. Der Technologiekonzern plant für den Herbst 2026 drei neue iPhones: das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max und ein erstes faltbares iPhone im Fold-Format. Während das Fold als Einstieg in den wachsenden Foldable-Markt gilt, soll Apple ein zweites Klapp-Format vorerst gestrichen haben.
Strategische Gründe für die Absage
Der bekannte Leaker Instant Digital berichtet auf der chinesischen Plattform Weibo, dass Apple die Flip-Planungen nicht weiterverfolgen wird. Intern sei das Design als unnötig eingestuft worden, da es keine neuen Funktionen bieten würde. Der Hauptvorteil läge lediglich in der kompakten Bauweise, was nicht zu Apples aktueller Hardware-Strategie passe.
Bis auf das faltbare Format würde sich das Flip-Modell kaum von anderen iPhones unterscheiden. Wenn es nur um ein kleineres Gerät gehe, hätte Apple eher ein bestehendes Modell optimieren können. Zudem machte der Konzern mit kompakten iPhones bereits schlechte Erfahrungen: Wegen niedriger Absatzzahlen wurde die iPhone-mini-Reihe 2023 nach nur zwei Modellen eingestellt.
Technische Hürden und konstruktive Herausforderungen
Als weiterer Grund für die Einstellung der Pläne gelten die aufwendigen technischen Anforderungen. Das notwendige Scharnier nimmt viel Platz im Inneren des Geräts ein und macht eine Zweiteilung des Akkus erforderlich, um die Laufzeit nicht zu stark zu beeinträchtigen. Auch für die Kamera bliebe weniger Raum, was Abstriche bei den Sensoren bedeutet hätte.
Im Februar 2026 hatte Bloomberg erstmals berichtet, dass Apple ein faltbares iPhone im Flip-Format erwäge. Parallel arbeitet der Konzern jedoch intensiv an der Finalisierung des iPhone Fold, das im Herbst 2026 erscheinen soll. Das Fold ist als Buchformat geplant und soll um die vertikale Achse falten. Ein Flip-Modell hätte dagegen horizontal zusammengeklappt, um ein normal großes iPhone kompakter zu machen.
Voller Fokus auf das Fold-Modell
Gerüchte über ein Flip-iPhone kursieren seit Jahren, noch bevor Apple mit der Entwicklung des Fold-Modells begann. Inzwischen liegt der Fokus vollständig auf dem größeren Fold: Es soll aufgeklappt ein beeindruckendes 7,8-Zoll-Display bieten und erstmals Multitasking mit mehreren Fenstern wie auf dem iPad unterstützen. Zusammengeklappt dürfte es mit etwa 5,5 Zoll kaum größer sein als frühere iPhone-mini-Modelle.
Die Entscheidung, das Flip-Projekt einzustellen, unterstreicht Apples strategische Prioritäten. Während Konkurrenten bereits Flip-Modelle auf dem Markt haben, setzt Apple auf das Fold-Format, das mehr Funktionalität und ein größeres Display verspricht. Die technischen Herausforderungen und der mangelnde Mehrwert des Flip-Formats haben letztlich zur Einstellung der Pläne geführt.



