Insolventer Autozulieferer Bohai: Mitarbeiter schreibt Kanzler Merz
Bohai-Mitarbeiter appelliert an Kanzler Merz

Seit 28 Jahren arbeitet Marcel Held in der Aluminium-Gießerei in Harzgerode. Er hat dort gelernt und ist heute Schichtleiter beim Autozulieferer Bohai – führt ein Team von etwa 20 Mitarbeitern. Der 44-Jährige sagt von sich, er sei ein „ganz normaler Mitarbeiter“. Doch jetzt hat er einen außergewöhnlichen Schritt gewagt: Er schrieb einen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz.

VW stoppt Aufträge überraschend

Der insolvente Autozulieferer Bohai aus Harzgerode steht vor dem Aus. Volkswagen hat überraschend die Aufträge gestoppt. Für die 150 Jahre alte Gießerei bedeutet das eine existenzielle Bedrohung. Die Belegschaft bangt um ihre Arbeitsplätze. Am Dienstag demonstrierten die Mitarbeiter vor dem Werk für den Erhalt des Standortes.

Marcel Held appelliert an den Kanzler

Schichtleiter Marcel Held ließ es nicht bei der Demo bewenden. Er verfasste einen persönlichen Brief an Kanzler Merz. „Wir weinen nicht aus Schwäche“, schreibt er darin. „Wir kämpfen für unsere Zukunft.“ Held bittet den Kanzler, sich für den Erhalt des Industriestandortes einzusetzen. Der 44-Jährige betont die lange Tradition und die Bedeutung des Werkes für die Region.

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Die Aluminium-Gießerei in Harzgerode besteht seit 150 Jahren. Sie ist ein wichtiger Arbeitgeber in der strukturschwachen Region. Viele Familien hängen an dem Werk. Held appelliert an die Verantwortung der Politik, solche traditionsreichen Standorte zu schützen.

Der Brief ist ein Hilferuf, aber auch ein Zeichen des Zusammenhalts. Die Belegschaft will nicht aufgeben. Sie hofft auf Unterstützung von höchster Stelle. Ob Kanzler Merz reagieren wird, ist noch unklar. Fest steht: Die Mitarbeiter von Bohai geben nicht kampflos auf.

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