Der kanadische Rapper Drake hat seine Fans mit einer unerwarteten Veröffentlichung von gleich drei neuen Alben überrascht. Neben dem lange erwarteten Album „Iceman“ erschienen am Freitag auch die Platten „Habibti“ und „Maid Of Honour“ mit insgesamt 43 Songs. Damit legt der Musiker, der bürgerlich Aubrey Drake Graham heißt, seine ersten Soloalben seit der Eskalation des Streits mit Rap-Star Kendrick Lamar im Jahr 2024 vor.
Verarbeitung des Lamar-Streits
Drake greift die Auseinandersetzung mit Lamar in mehreren Songs auf. Laut BBC wirft er Lamar vor, seine Herkunft aus Compton für öffentlichkeitswirksame Wohltätigkeit zu nutzen, während er selbst längst ein Promi-Leben anderswo führe. Andere Zeilen deuten laut „Rolling Stone“ an, dass Lamars Streamingzahlen künstlich aufgebläht seien. Auch Basketballstar LeBron James bekommt in dem Song „Make Them Remember“ einen Seitenhieb ab, da er während des Rap-Streits ein Konzert von Lamar besuchte, berichtet ESPN. Das Hip-Hop-Medium „Hot97“ interpretiert mehrere Zeilen zudem als Angriffe auf Jay-Z und dessen Rolle in der Rap-Branche.
Persönliche Einblicke und gemischte Kritiken
Besonders persönlich wird Drake im Eröffnungssong von „Iceman“. Der 39-Jährige rappt über die Krebserkrankung seines Vaters Dennis Graham, mentale Belastung, den Druck rund um die neuen Tracks und die Folgen des Lamar-Streits. „The Independent“ nannte den Song eine seltene Bruchstelle in Drakes „diamantenbesetzter Rüstung“, kritisierte die drei Alben jedoch als aufgebläht und unausgeglichen. Auch andere Reaktionen fielen gemischt aus. Die Musikjournalistin Mary Mandefield bezeichnete den Umfang von 43 Songs gegenüber der BBC als „exzessiv“. In mehreren Medienberichten heißt es, Quantität führe nicht immer zu Qualität.
Aufwendige PR-Aktion in Toronto
Bereits vor der Veröffentlichung sorgte Drake mit einer aufwendigen PR-Aktion in Toronto für Aufsehen. In der Innenstadt ließ er eine fast acht Meter hohe Eis-Installation aufbauen, in der das Veröffentlichungsdatum für „Iceman“ versteckt war. Fans versuchten mit Spitzhacken, Hämmern und Brenngeräten, an die Information zu gelangen, bis Polizei und Feuerwehr einschritten. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.



