Tödlicher Fabrikbrand in Südkorea: Mindestens elf Tote bei Feuer in Autoteilefabrik
Fabrikbrand in Südkorea: Mindestens elf Tote in Daejeon

Tödlicher Fabrikbrand in Südkorea: Mindestens elf Tote bei Feuer in Autoteilefabrik

In der südkoreanischen Stadt Daejeon hat sich ein verheerendes Unglück ereignet. Bei einem Brand in einer Autoteilefabrik sind mindestens elf Menschen gestorben. Das Feuer brach am Freitagmittag in der Fabrik im Zentrum des Landes aus und breitete sich rasch aus. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap rund 170 Arbeiter in dem Gebäude.

Rettungsarbeiten durch hochexplosives Natrium erschwert

Die Feuerwehr konnte die Fabrik zunächst nicht betreten, da ein drohender Gebäudeeinsturz befürchtet wurde. Zusätzlich erschwerten 200 Kilogramm hochexplosives Natrium, die auf dem Gelände gelagert wurden, die Rettungsmaßnahmen erheblich. Auf veröffentlichten Bildern war zu sehen, wie Feuerwehrleute versuchten, den Brand von Kränen aus mit Wasser zu bekämpfen, während dichter Rauch den Himmel verdunkelte.

Ein Augenzeuge berichtete von einer Explosion im Zusammenhang mit dem Feuer. Neben den Todesopfern wurden mindestens 25 Menschen schwer verletzt, wie ein Behördenvertreter mitteilte. Der Brand konnte am Samstagnachmittag Ortszeit gelöscht werden, jedoch wurden zu diesem Zeitpunkt noch drei Menschen vermisst. Die genaue Brandursache ist bisher unklar, die Behörden äußerten sich zunächst nicht dazu.

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Staatschef fordert besseren Arbeitnehmerschutz

Der südkoreanische Staatschef Lee Jae Myung wies die Behörden an, alle verfügbaren Ressourcen für die Rettungsmaßnahmen zu mobilisieren. Gleichzeitig forderte er einen besseren Schutz für die Arbeitnehmer des Landes. Offiziellen Statistiken zufolge kamen in Südkorea zwischen 2000 und 2024 mehr als 10.000 Menschen bei der Arbeit ums Leben.

Dieser tragische Vorfall erinnert an frühere Unglücke in Südkorea. Erst 2024 starben bei einer Brandkatastrophe in einem Werk für Lithium-Batterien in Hwaseong südlich der Hauptstadt Seoul 22 Menschen, die meisten von ihnen chinesische Staatsbürger. Im vergangenen September wurde deswegen der Geschäftsführer des Batterieherstellers Aricell zu 15 Jahren Haft verurteilt. In seinem Urteil erklärte das Gericht, das Unternehmen habe den Profit über die Sicherheit der Arbeitnehmer gestellt.

Die genaue Zahl der Todesopfer variiert in verschiedenen Berichten. Während die französische Nachrichtenagentur AFP von 11 Toten berichtet, vermeldet die US-amerikanische Nachrichtenagentur AP sogar 14 Tote. Die Rettungskräfte setzen ihre Suche nach Vermissten fort, während die Aufklärung der genauen Umstände des Brandes weiterhin andauert.

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