Reemtsma schließt Langenhagener Werk: 600 Arbeitsplätze fallen bis 2027 weg
Reemtsma schließt Werk Langenhagen - 600 Jobs weg

Reemtsma schließt Langenhagener Werk: 600 Arbeitsplätze fallen bis 2027 weg

Der Tabakkonzern Imperial Brands hat nach einer erfolglosen Käufersuche die Schließung des Reemtsma-Werks in Langenhagen beschlossen. Die Produktion an dem Standort bei Hannover soll bis zum Jahr 2027 schrittweise auslaufen, wie das Unternehmen mitteilte. Von dieser Entscheidung sind aktuell noch rund 600 Beschäftigte vor Ort betroffen, die nun vor einer ungewissen Zukunft stehen.

Keine tragfähige Lösung trotz intensiver Verhandlungen

Das Unternehmen hatte die Entscheidung zuvor auf einer Belegschaftsversammlung in Langenhagen verkündet. Trotz intensiver und konstruktiver Verhandlungen mit einem Kaufinteressenten sei letztlich keine für die Zukunft des Standorts tragfähige Einigung erzielt worden, hieß es in der offiziellen Mitteilung. Vor diesem Hintergrund habe sich Imperial Brands nun dazu entschieden, die Produktion in Langenhagen bis ins Jahr 2027 hinein vollständig zu beenden.

„Wir haben in den vergangenen Monaten alle realistischen Optionen intensiv geprüft, um den Fortbestand des Standorts zu sichern“, sagte der bei Imperial Brands für die Lieferkette zuständige Manager Sami Naffakh. „Dass diese Gespräche nun leider erfolglos geblieben sind, ist für uns alle sehr enttäuschend.“

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Käufersuche seit Oktober ohne Erfolg

Der Reemtsma-Mutterkonzern hatte bereits im Oktober erklärt, die Schließung des Standorts zu erwägen. Damals hieß es, das Werk solle entweder verkauft oder geschlossen werden. Das Unternehmen begründete die Entscheidung mit hohen Produktionskosten und unzureichender Auslastung. Langenhagen sei davon besonders stark betroffen, so die offizielle Stellungnahme. Hintergrund seien rückläufige Produktionsmengen im klassischen Tabaksegment, die eine wirtschaftliche Weiterführung des Standorts unmöglich machten.

Letzter Standort in Deutschland mit besonderer Bedeutung

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatte damals Widerstand gegen die Pläne angekündigt. Als letztes Reemtsma-Werk in Deutschland komme dem Standort eine besondere Bedeutung zu, betonte die Gewerkschaft. Damaligen NGG-Angaben zufolge plante Reemtsma eine Verlagerung der Produktion ins Ausland, was nun mit der endgültigen Schließung besiegelt wird.

Das Werk in Langenhagen wurde im Jahr 1971 eröffnet und hat seitdem eine lange Tradition in der Tabakproduktion. Neben klassischen Fabrikzigaretten und Feinschnitttabak werden dort aktuell auch sogenannte Tabaksticks für Tabakerhitzer produziert. Die Schließung markiert somit das Ende einer Ära für die deutsche Tabakindustrie und stellt die betroffenen Mitarbeiter vor große Herausforderungen.

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