Amazon-Sammelklage: Frist zur Anmeldung läuft bald ab - 17 Millionen betroffen
Amazon-Sammelklage: Frist zur Anmeldung läuft ab

Amazon-Sammelklage: Zeit für Anmeldung wird knapp

Mehr als 17 Millionen Menschen in Deutschland haben die Möglichkeit, sich gegen die umstrittene Werbeeinführung bei Amazon Prime Video zu wehren. Die Verbraucherzentrale Sachsen führt eine Sammelklage gegen den Online-Riesen, und die Frist für die Teilnahme ist bald abgelaufen. Wer sich beteiligen möchte, sollte daher nicht länger zögern.

Hintergrund: Werbung statt werbefreies Streaming

Im Februar 2024 führte Amazon ohne vorherige Zustimmung seiner Kunden Werbeunterbrechungen bei Prime Video ein. Seither müssen Nutzer, die weiterhin werbefrei streamen möchten, monatlich 2,99 Euro zusätzlich zahlen. Dieses Vorgehen stieß auf massive Kritik und veranlasste die Verbraucherzentrale Sachsen zu rechtlichen Schritten.

Verfahrensstart und Fristen

Das Bayerische Oberste Landesgericht hat den Beginn der mündlichen Verhandlung für den 19. Mai 2026 festgelegt. Drei Wochen nach diesem Termin schließt das Klageregister endgültig. Ab dann können sich Verbraucherinnen und Verbraucher nicht mehr an der Sammelklage beteiligen.

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Wer kann teilnehmen?

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die am 5. Februar 2024 ein Amazon-Prime-Abo besaßen. Dies gilt unabhängig davon, ob sie seitdem die höheren Gebühren zahlen oder die Werbeblöcke akzeptieren. Die Verbraucherzentrale Sachsen schätzt, dass rund 17 Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind und potenziell Anspruch auf Entschädigung haben könnten.

Aktueller Stand und Anmeldung

Bislang haben sich erst etwa 200.000 Personen ins Klageregister eingetragen. Die Anmeldung erfolgt online beim Bundesamt für Justiz und dauert nur wenige Minuten. Die Verbraucherzentrale Sachsen bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Unsichere an. Wichtig: Die Teilnahme am Verfahren ist für Verbraucherinnen und Verbraucher kostenfrei, unabhängig vom Ausgang.

Mögliche Entschädigung

Im Erfolgsfall können die teilnehmenden Kunden mit einer finanziellen Entschädigung rechnen. Die genaue Höhe wird im Gerichtsverfahren geklärt. Die Sammelklage zielt darauf ab, Amazon für sein einseitiges Vorgehen zur Rechenschaft zu ziehen und betroffene Kunden zu entschädigen.

Verbraucherschützer raten allen Berechtigten, die Chance zu nutzen und sich rechtzeitig anzumelden, um ihre Rechte wahrzunehmen.

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