Verona Pooth verklagt Versicherungsmakler nach spektakulärem Schmuckdiebstahl
Die Moderatorin Verona Pooth hat nach dem Diebstahl ihres wertvollen Schmucks vor gut vier Jahren einen Zivilprozess gegen einen Versicherungsmakler angestrengt. Laut einer Sprecherin des Landgerichts Düsseldorf fordert die 57-Jährige gemeinsam mit ihrem Mann knapp 700.000 Euro Schadensersatz von einer Maklerfirma für Versicherungen.
Vorwurf der falschen Beratung
Das Paar wirft der Firma vor, es bei Abschluss des Versicherungsvertrages falsch beraten zu haben. Die Maklerfirma habe jedoch erklärt, dass sie keine Pflichtverletzung begangen habe, so die Gerichtssprecherin. Klägerin Pooth könne zum Gerichtstermin persönlich erscheinen, müsse es aber nicht.
"Das war mein Lebenswerk", sagte Pooth der "Bild"-Zeitung. "Mir geht es gerade nicht gut. Ich habe über fünfundzwanzig Jahre mein ganzes Geld in Schmuck investiert." Andere hätten Aktien oder Immobilien gekauft, sie hingegen gezielt hochwertigen Schmuck erworben. "Diamanten, Gold und Markenstücke von Rüschenbeck, Cartier und Rolex. Schmuck verliert nicht an Wert", betonte die Moderatorin.
Spektakulärer Einbruch an Heiligabend
Der spektakuläre Einbruch in die Villa von TV-Moderatorin Verona Pooth im Düsseldorfer Vorort Meerbusch an Heiligabend 2021 ist bisher unaufgeklärt. Die Ermittlungsbehörden teilten im Juli 2022 mit, dass die Täter nicht identifiziert und die Ermittlungen eingestellt wurden. Von der Beute – darunter laut Pooth ihr Hochzeitsschmuck – fehlte jede Spur.
Wie Überwachungsaufnahmen nahelegen, die Pooth nach dem Einbruch selbst publik gemacht hatte, waren vier Täter an dem Coup beteiligt. Die Unbekannten nahmen unter anderem den Tresor mit, den sie in Pooths Kleinwagen verfrachteten und damit verschwanden.
Offene Forderungen und emotionaler Verlust
Laut Pooth soll der gestohlene Schmuck über eine Million Euro wert sein. Nur ein Teil des Schadens sei reguliert worden, ein erheblicher Betrag sei noch offen. Der Diebstahl hat die Moderatorin tief getroffen. "Sie haben uns tief in der Seele wehgetan", äußerte sie in der Vergangenheit.
Der Prozess am Landgericht Düsseldorf wirft nun grundsätzliche Fragen zur Beratungspflicht von Versicherungsmaklern und zur Regulierung von hochwertigen Sammlerstücken auf. Die Klage von Verona Pooth könnte somit über den Einzelfall hinaus Bedeutung erlangen.



