Saisonkennzeichen: Clevere Einsparung für saisonale Fahrzeuge
Viele Fahrzeuge wie Cabrios, Motorräder oder Wohnmobile werden nicht das ganze Jahr über genutzt. Für solche Fälle bietet das Saisonkennzeichen eine praktische und kostensparende Lösung. In Deutschland nutzen bereits rund zwei Millionen Fahrer diese Option, um unnötige Ausgaben zu vermeiden.
Finanzielle Vorteile im Detail
Der größte Vorteil eines Saisonkennzeichens liegt in den Einsparungen. Sowohl die Kfz-Versicherung als auch die Kfz-Steuer werden ausschließlich für den Zeitraum berechnet, in dem das Fahrzeug tatsächlich zugelassen ist. Wer beispielsweise ein Cabrio nur im Sommer oder ein Motorrad während der warmen Monate fährt, spart für die Ruhephase erhebliche Beträge. Je nach Fahrzeugtyp und gewählter Saison können so jährlich mehrere hundert Euro eingespart werden.
Beispielrechnungen zur Veranschaulichung
Eine exemplarische Berechnung verdeutlicht die Ersparnisse:
- Audi A5 Cabrio: Bei einem Ganzjahreskennzeichen fallen durchschnittlich 795,18 Euro an, mit einem Saisonkennzeichen für sechs Monate reduziert sich der Betrag auf 397,60 Euro – eine Ersparnis von 397,58 Euro oder 50 Prozent.
- Honda CBR 650R Motorrad: Hier sinken die Kosten von 360,51 Euro auf 204,82 Euro, was einer Einsparung von 155,69 Euro oder 43 Prozent entspricht.
Diese Berechnungen basieren auf Durchschnittswerten der fünf günstigsten Tarife für einen 45-jährigen Alleinfahrer aus Berlin mit einer jährlichen Fahrleistung von 6000 Kilometern.
Praktische Aspekte und Flexibilität
Ein weiterer Pluspunkt: Das Fahrzeug muss nicht jährlich ab- und angemeldet werden. Es bleibt dauerhaft zugelassen, darf jedoch nur im festgelegten Zeitraum im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden. Der Saisonzeitraum kann frei gewählt werden, muss jedoch mindestens zwei und darf maximal elf Monate umfassen. Dieser Zeitraum wird in der Zulassungsbescheinigung, den Versicherungsunterlagen und auf dem Kennzeichen selbst vermerkt.
Wichtige Regeln und Einschränkungen
Bei der Wahl einer sehr kurzen Saison unter sechs Monaten ist zu beachten, dass der Schadenfreiheitsrabatt bei der Kfz-Versicherung nicht verbessert werden kann. Zudem muss während der Ruhephase ein geeigneter Stellplatz wie eine Garage oder ein umfriedeter Abstellplatz vorhanden sein. Das Parken auf öffentlichen Straßen ist verboten und kann zu Bußgeldern sowie fehlendem Versicherungsschutz führen.
Antragsverfahren und Kosten
Das Saisonkennzeichen wird bei der örtlichen Zulassungsstelle beantragt. Vorab muss eine Kfz-Versicherung für den gewünschten Zeitraum abgeschlossen werden. Die Kosten sind überschaubar und umfassen:
- Zulassungsgebühr: etwa 28 Euro
- Kennzeichenschilder: rund 25 Euro
- Reservierung eines Wunschkennzeichens: 2,60 Euro
- Zuteilung des Wunschkennzeichens: 10,20 Euro
Der gewählte Zeitraum kann später angepasst werden, erfordert jedoch eine neue eVB-Nummer und ein neues Kennzeichenschild. So bietet das Saisonkennzeichen nicht nur finanzielle Vorteile, sondern auch Flexibilität für Fahrzeughalter, die ihre Fahrzeuge saisonal nutzen.



