Bayern führt „Uniformtag“ für Einsatzkräfte ein – Vorbild Skandinavien
Bayern führt „Uniformtag“ für Einsatzkräfte ein

Der bayerische Landtag hat am Donnerstag mit den Stimmen von CSU, Freien Wählern und Grünen die Einführung eines „Uniformtags“ für Einsatzkräfte beschlossen. Die Staatsregierung ist nun aufgefordert, den Beschluss umzusetzen und ein konkretes Datum festzulegen. SPD und AfD stimmten gegen den Antrag, den die Regierungsfraktionen eingebracht hatten.

Freiwillige Teilnahme nach Absprache mit dem Arbeitgeber

„Künftig sollen Einsatzkräfte an einem ausgewählten Tag auf freiwilliger Basis und nach Rücksprache mit ihrem Arbeitgeber in ihrer jeweiligen Uniform am Arbeitsplatz erscheinen können“, erklärte Roland Weigert, kommunalpolitischer Sprecher der Freien Wähler. Ziel sei es, durch den visuellen Effekt das gesellschaftliche Engagement zu stärken. „Als Vorbild dient uns der ‚Uniform at Work Day‘ in Skandinavien“, ergänzte sein Fraktionskollege Bernhard Pohl.

Der Antrag richtet sich sowohl an ehrenamtlich als auch an hauptamtlich tätige Kräfte der Feuerwehren, der Hilfsorganisationen, des Technischen Hilfswerks, der Bundeswehr sowie solidarisch an Polizei und Justizvollzug. Der innenpolitische Sprecher der CSU-Fraktion, Holger Dremel, betonte: „Nicht alle Helden tragen ein Cape, viele tragen Uniform.“ Der Tag solle Respekt und Anerkennung fördern und das Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen stärken.

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SPD kritisiert Symbolpolitik

Die SPD lehnte den Antrag als „reine Symbolpolitik“ ab. „Wir lehnen den Antrag ab. Sind aber für echte Wertschätzung“, sagte die SPD-Abgeordnete Christiane Feichtmeier. Wertschätzung zeige sich nicht darin, einmal im Jahr eine Uniform am Arbeitsplatz zu tragen. Die Einsatzkräfte bräuchten konkrete Entlastungen, bessere Arbeitsbedingungen und ausreichend Personal.

Der Beschluss sieht vor, dass der Uniformtag jährlich stattfindet. Die meisten hauptamtlichen Einsatzkräfte tragen ihre Uniform ohnehin am Arbeitsplatz; der Fokus liegt laut Dremel auf den ehrenamtlichen Uniformträgern in Bayern. Mit der Einführung folgt Bayern einer Idee aus Skandinavien, wo der „Uniform at Work Day“ bereits etabliert ist.

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