Braunbär nahe der bayerischen Grenze gesichtet
In der österreichischen Gemeinde Thiersee, die unmittelbar an der Grenze zu Bayern liegt, ist offenbar ein Braunbär gesichtet worden. Zwei Landwirte beobachteten das Tier am Montagmorgen gegen 8 Uhr auf einer steilen Wiese etwa 300 Meter von ihrem Hof entfernt. Der Hof befindet sich auf rund 1000 Höhenmetern im Bezirk Kufstein, wie der Bayerische Rundfunk (BR) und die „Stuttgarter Zeitung“ berichten.
Der Bär habe auf der Wiese kurz nach Nahrung gesucht, sich auf die Hinterbeine gestellt und sei nach knapp zehn Minuten im Wald verschwunden. Bislang sind keine Risse oder weitere Sichtungen bekannt. Der Bezirksjägermeister sucht nun nach Spuren des Tieres, um dessen Aufenthaltsort besser eingrenzen zu können.
Gemeinde Thiersee warnt Bevölkerung
Die Gemeinde Thiersee hat auf ihrer Homepage eine Warnung veröffentlicht. Sie rät zu erhöhter Vorsicht, insbesondere bei Aufenthalten im Wald. Hunde sollten an der Leine geführt werden. Zudem wird darum gebeten, keine Lebensmittelreste oder Abfälle im Freien zurückzulassen, um Wildtiere nicht anzulocken.
Bürgermeister Rainer Fankhauser sagte dem BR: „Bisher sind keine weiteren Sichtungen und keine Risse bekannt. Wir hoffen, dass das Tier nur auf der Durchreise ist.“ Möglich sei, dass der Bär sich in Richtung Tegernsee im nahe gelegenen Bayern bewege, so der Bürgermeister.
Letzte bestätigte Bären-Sichtung in Bayern 2023
In Bayern hatte zuletzt 2023 ein Bär im Hintersteiner Tal im Allgäu für Aufsehen gesorgt. Seitdem gibt es laut Bayerischem Landesamt für Umwelt (LfU) keine offiziell bestätigten Sichtungen mehr. Allerdings gingen immer wieder Hinweise bei der Behörde ein. Die aktuelle Sichtung in Thiersee könnte bedeuten, dass der Bär aus Österreich nach Bayern wechselt.
Die Behörden in Österreich und Bayern stehen in Kontakt, um das Tier im Auge zu behalten und bei Bedarf Maßnahmen zu ergreifen. Die Bevölkerung wird gebeten, Sichtungen umgehend zu melden.



