Berlin: Immer mehr Menschen leben allein – Bezirk Mitte sticht hervor
Berlin: Immer mehr Menschen leben allein – Mitte vorn

Die Hauptstadt wird zunehmend zur Metropole der Alleinlebenden. Laut den neuen Einwohnerzahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg für Privathaushalte stieg die Zahl der Ein-Personen-Haushalte im Jahr 2025 um 1,3 Prozent auf insgesamt 1,27 Millionen. Damit leben mehr als die Hälfte aller Berliner Haushalte (56,8 Prozent) in Single-Haushalten.

Rückgang bei Mehrpersonenhaushalten

Während die Ein-Personen-Haushalte wachsen, verzeichnen Haushalte mit mehreren Bewohnern Rückgänge: Die Zahl der Zwei-Personen-Haushalte sank um 0,3 Prozent, die der Vier-Personen-Haushalte um 0,1 Prozent. Insgesamt gab es am 31. Dezember 2025 rund 2,23 Millionen Privathaushalte in Berlin. Knapp jeder sechste Haushalt war ein Familienhaushalt. Die durchschnittliche Haushaltsgröße fiel von 1,77 auf 1,76 Personen.

Junge Singles konzentrieren sich in der Innenstadt

Die Altersstruktur der Alleinlebenden zeigt deutliche räumliche Unterschiede: Von den 1,27 Millionen Ein-Personen-Haushalten waren 27,1 Prozent der Bewohner älter als 64 Jahre und 17,4 Prozent unter 30 Jahre alt. Während ältere Singles vor allem in den westlichen Randbezirken leben, konzentrieren sich junge Alleinlebende im Zentrum. Besonders sticht der Bezirk Mitte hervor: Dort beträgt der Anteil der unter 30-Jährigen an den Single-Haushalten 21,7 Prozent. In der Heidestraße am Hauptbahnhof leben sogar 32,4 Prozent aller Ein-Personen-Haushalte mit Menschen unter 30 Jahren. Ganz anders sieht es in Spandau (33,3 Prozent der Single-Haushalte sind 65+), Reinickendorf (33,5 Prozent) und Steglitz-Zehlendorf (38,7 Prozent) aus. In Krumme Lanke am südwestlichen Rand Berlins sind mehr als die Hälfte (52,4 Prozent) der Single-Haushalte 65 Jahre oder älter, nur 9,9 Prozent sind unter 30.

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Familienhaushalte in den Randbezirken

Während die Haushalte ohne Kinder um 0,9 Prozent zunahmen, sank die Zahl der Haushalte mit Kindern um 0,3 Prozent. In rund 376.000 Haushalten lebten Erwachsene mit ledigen Kindern unter 18 Jahren. Die meisten Familienhaushalte finden sich in den Randbezirken: Marzahn-Hellersdorf führt mit 20,7 Prozent, gefolgt von Spandau (19,8 Prozent), Pankow (18,6 Prozent) sowie Treptow-Köpenick und Lichtenberg (je 18,5 Prozent). Deutlich unter dem Berliner Durchschnitt von rund 16 Prozent liegt Charlottenburg-Wilmersdorf mit nur 13,6 Prozent.

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