Alpenvereine schlagen Alarm: Bettwanzen breiten sich in Berghütten aus
Die Alpenvereine in Deutschland, Österreich und Südtirol haben eine gemeinsame Informationskampagne gegen Bettwanzen gestartet. Hintergrund ist die steigende Zahl betroffener Berghütten. Nach Angaben des Deutschen Alpenvereins (DAV) sind jedes Jahr zwischen fünf und 20 Hütten betroffen – Tendenz steigend. Auch Unterkünfte im Tal seien betroffen.
Die Parasiten gelangen meist unbemerkt mit Wanderern in die Unterkünfte. Sie verstecken sich in Kleidung, Schlafsäcken oder Rucksäcken und werden so von Hütte zu Hütte getragen. Die Bauweise vieler Berghütten mit viel Holz sowie verwinkelten und schwer zugänglichen Bereichen bietet den Tieren ideale Verstecke.
So schützen Sie sich vor Bettwanzen
Mit einfachen Maßnahmen können Wanderer helfen, die Ausbreitung einzudämmen. Der DAV empfiehlt, Kleidung und Gepäck möglichst in verschließbaren Beuteln oder speziellen sogenannten Bug Bags aufzubewahren. In einigen Hütten sind diese Schutzbeutel bereits vorgeschrieben. Wer keine besitzt, kann auch auf stabile Müllsäcke zurückgreifen.
Außerdem sollten Rucksäcke nicht auf Betten oder direkt daneben abgestellt werden. Vor und nach einer Tour empfiehlt der Alpenverein, das Gepäck in der Dusche auszuschütteln und auf mögliche Bettwanzen zu kontrollieren. Kleidung sollte möglichst bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Nicht waschbare Ausrüstung kann vorsorglich für mehrere Tage ins Gefrierfach gelegt werden.
Auf diese Anzeichen sollten Gäste achten
Bettwanzen sind etwa fünf bis sechs Millimeter groß, rotbraun und besitzen sechs Beine. Hinweise auf einen Befall können kleine Blutflecken auf Bettwäsche oder Schlafsäcken, Häutungsreste oder juckende Stiche am Körper sein. Wer solche Spuren entdeckt oder die Tiere selbst sieht, sollte das Hüttenteam umgehend informieren. So können Betreiber schnell reagieren und verhindern, dass sich die Parasiten weiter ausbreiten.
Die Alpenvereine hoffen, mit ihrer gemeinsamen Kampagne sowohl Hüttenwirte als auch Gäste stärker für das Problem zu sensibilisieren.



