Berlin bietet Läufern eine beeindruckende Vielfalt an Strecken, die niemals langweilig werden. Das gilt besonders für den Großen Tiergarten, einen der größten Stadtparks Europas, in dem es stets neue Abzweigungen zu entdecken gibt. Dennoch gibt es immer wieder Dinge, die den Laufspaß trüben – vor allem im Sommer. Die Redakteurin Jessica Hanack teilt ihre Erfahrungen.
Zugewachsene Grünanlagen und Müllprobleme
Im Sommer wuchern viele Grünflächen, was auf mangelnde Pflege hindeutet. Ungenutzte Flächen werden oft als Müllkippe zweckentfremdet. Ein Beispiel ist der Nord-Süd-Grünzug zwischen Südkreuz und Yorckstraße, der als „geschütztes Biotop“ ausgewiesen ist. Hanack zweifelt an der Schutzwürdigkeit, räumt aber ein, dass ihr möglicherweise etwas entgangen sei.
250 Trinkbrunnen – aber nicht alle funktionieren
Berlin verfügt über rund 250 Trinkbrunnen, ein Segen für Läufer, die nicht schweres Wasser schleppen wollen. Hanack nimmt zwei 0,5-Liter-Flaschen mit, doch das Schwappen nervt. Ärgerlicher ist, wenn geplante Nachfüllstationen außer Betrieb sind. Im Park am Gleisdreieck war das am vergangenen Wochenende der Fall, und auch an der Turmstraße stand sie im Sommer zuvor vor einem abgesperrten Brunnen, was einen Umweg zur Supermarktschlange bedeutete.
Kaputte Wege und Rücksichtslosigkeit
Viele Wege in Berlin sind beschädigt, etwa im Hans-Baluschek-Park in Schöneberg, wo Unebenheiten bunt markiert sind. Das hilft zwar, die Gefahren zu sehen, ändert aber nichts an der Unpassierbarkeit für Radfahrer. Beim Laufen zwingen Wurzelschäden und lose Pflastersteine dazu, den Blick auf den Boden zu richten, statt die Umgebung zu genießen. Zudem blockieren Gruppen, die nebeneinander gehen, den Weg, und unangeleinte Hunde sorgen für Unsicherheit.
Trotz dieser Ärgernisse betont Hanack, dass kleine Veränderungen viel bewirken könnten, wenn alle sich mehr bemühten.



