In einem Berliner Seniorenheim gibt es einen Legionellenalarm. Der Tod zweier Senioren wird derzeit untersucht. Fünf Bewohner mussten in eine Klinik eingeliefert werden, sind aber inzwischen wieder entlassen worden. Das Heim wird von den Johannitern betrieben.
Legionellenbefall seit Frühjahr bekannt
Nach Informationen der BILD hatten die Johanniter den Befall bereits im Frühjahr an den Hauseigentümer Berlinovo gemeldet. Unbestätigten Gerüchten zufolge blieb das Problem aus Personalmangel unbearbeitet. Finanzsenator Stefan Evers (CDU), der Aufsichtsratschef der Berlinovo ist, wird vor Ort in der Tegeler Einrichtung erwartet.
Legionellen sind Bakterien, die vor allem die Lunge angreifen und die gefährliche Legionärskrankheit auslösen können. Sie werden über Wasserdampf übertragen, zum Beispiel beim Duschen. In Pflege- und Seniorenheimen sind die Bewohner besonders gefährdet, da sie oft gesundheitlich vorbelastet sind.
Untersuchungen zu Todesursachen laufen
Ob die beiden Heimbewohner tatsächlich an Legionellen gestorben sind, wird noch untersucht. Bei einem der Verstorbenen könnte auch eine andere Todesursache vorliegen, wie die BILD erfuhr.
Der letzte große Legionellen-Befall in Deutschland ereignete sich in einem Fußpflegesalon in Ulm. Zwischen Dezember 2024 und Januar 2025 infizierten sich dort 21 Kunden, zwei von ihnen starben.



