Utah: Paris Hilton kämpft erfolgreich gegen Missbrauchsinternat
Paris Hilton: Internat verliert Lizenz nach Missbrauchsvorwürfen

Die Provo Canyon School in Springville, Utah, verliert ihre Betriebserlaubnis. Das teilte das Gesundheits- und Sozialministerium von Utah mit. Der Entzug der Lizenz erfolgt aufgrund zahlreicher Verstöße gegen staatliche Vorgaben aus den Jahren 2025 und 2026. Unter anderem wurden unnötige Zwangsmaßnahmen, aggressiver Körperkontakt und Vernachlässigung festgestellt. Realitystar Paris Hilton, die die Einrichtung seit Jahren öffentlich kritisiert, reagierte erleichtert auf die Entscheidung.

Hilton: „Die Nachricht, für die ich gekämpft habe“

Paris Hilton, 45, hatte wiederholt Misshandlungen in der Provo Canyon School angeprangert. In einer Stellungnahme, aus der das Promimagazin „People“ zitiert, sagte sie: „Es ist die Nachricht, für die ich gekämpft und gebetet habe.“ Sie betonte: „Seit mehr als fünfzig Jahren berichten Kinder von Missbrauch, Vernachlässigung und Traumata. Heute hat der Staat bestätigt, was die Überlebenden die ganze Zeit schon wussten: Die Provo Canyon School hat die ihr anvertrauten Kinder im Stich gelassen.“

Das Internat wirbt auf seiner Homepage mit einem „Behandlungsprogramm für Mädchen mit komplexen mentalen und verhaltensbezogenen Herausforderungen“. Das Ministerium stellte jedoch fest, die Einrichtung habe „es versäumt, den Betreuten angemessene Gesundheits- und Sicherheitsleistungen bereitzustellen“. Die Lizenz für das stationäre Programm wird entzogen, und alle Aktivitäten auf dem Campus müssen bis zum 6. August eingestellt werden. Die Schule teilte mit, sie erwäge, gegen diese Entscheidung vorzugehen; dafür hat sie 15 Tage Zeit.

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Hiltons jahrelanger Kampf gegen Missbrauch in Internaten

Paris Hilton hatte die Vorwürfe erstmals in ihrer YouTube-Dokumentation „This Is Paris“ im Jahr 2020 erhoben. Darin beschuldigte sie Mitarbeiter der Provo Canyon School, sie missbraucht zu haben. Kurz darauf führte sie einen Protest an, der die Schließung der Schule forderte. In weiteren Beiträgen in Zeitungen und sozialen Medien thematisierte sie ihre Erfahrungen mit mehreren Privatschulen. Im Juni 2024 forderte sie vor dem US-Kongress, Minderjährige in privaten Internaten besser zu schützen. Sie bezeichnete die Programme für schwer erziehbare Kinder als „23-Milliarden-Dollar-Industrie“, die Kinder „nur als Dollarzeichen“ betrachte und „ohne sinnvolle Aufsicht“ arbeite.

Der Lizenzentzug erfolgte unabhängig von Hiltons Fall, dennoch sieht sie darin einen Erfolg. „Wenn Überlebende sich weigern zu schweigen, ist Veränderung möglich“, sagte sie. Der Fall zeigt, wie wichtig Aufsicht und Regulierung in therapeutischen Einrichtungen sind. Die Provo Canyon School war bereits in der Vergangenheit in die Kritik geraten. Nun müssen die betroffenen Jugendlichen alternative Betreuungsmöglichkeiten finden.

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