Zukunftsgeschirr im Kunstgewerbemuseum: Wie essen wir 2101?
Zukunftsgeschirr: Wie essen wir 2101?

Im Jahr 2101 wird aus Mangel Luxus. Die Erde ist gezeichnet von der Erderwärmung. In den klimatisch halbwegs gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel drängeln sich die Klimaflüchtlinge in funktionalen Hochhaus-Wohnwaben. Wasser und Nahrung sind knapp. Privat zu Kochen ist verboten. Die Menschen verzehren Algen- und Insektenprodukte in Gemeinschaftsmensen. Bis auf die Glücklichen, die in einer wöchentlichen Lotterie gewinnen. Sie dürfen hoch oben über der Stadt mit Panorama-Aussicht ein tolles Drei-Gänge-Menü verzehren.

Designer entwerfen Tischgeschirr der Zukunft

Junge Designer haben sich dieser dystopischen Vision angenommen und Tischgeschirr für das Jahr 2101 entworfen. Ihre Arbeiten sind ab sofort im Kunstgewerbemuseum zu sehen. Die Ausstellung zeigt, wie die Menschen in der digitalen Zukunft essen werden – wenn Restaurants längst verschwunden sind und Algen und Insekten auf dem Speiseplan stehen.

Ein Beispiel ist das Tischgeschirr „Cielo“ von Jannes Bock, entstanden 2026. Es besteht aus Biskuitporzellan und symbolisiert die Sehnsucht nach Luxus in einer knappen Welt. Die Bowls der Zukunft sind nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch anspruchsvoll. Sie sollen das Erlebnis des Essens in Gemeinschaftsmensen aufwerten.

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Klimawandel und Ressourcenknappheit prägen die Visionen

Die Entwürfe der Designer spiegeln die Herausforderungen des Klimawandels wider. Die Erderwärmung führt zu Wasserknappheit und Nahrungsmittelengpässen. In den klimatisch gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel konzentrieren sich die Menschen in Hochhäusern, die als Wohnwaben dienen. Privates Kochen ist aus Ressourcengründen verboten. Stattdessen essen alle in Gemeinschaftsmensen, wo Algen- und Insektenprodukte serviert werden. Diese Nahrungsmittel sind nachhaltig, aber nicht jedermanns Geschmack. Umso begehrter ist das wöchentliche Lotterie-Gewinnspiel, bei dem einige wenige ein exquisites Drei-Gänge-Menü mit Panoramablick genießen dürfen.

Die Ausstellung im Kunstgewerbemuseum zeigt, wie Designer diese Zukunftsvisionen in konkrete Objekte umsetzen. Die Stücke sind nicht nur Kunst, sondern auch Kommentar zu gesellschaftlichen Entwicklungen. Sie fordern den Betrachter auf, über die Zukunft des Essens und des Luxus nachzudenken.

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