Früh aufstehen leicht gemacht: Tipps vom Neurowissenschaftler
Früh aufstehen leicht gemacht: Tipps vom Experten

Die meisten Deutschen sind Frühaufsteher: 20 Prozent stehen unter der Woche zwischen 5 und 6 Uhr auf, 31 Prozent zwischen 6 und 7 Uhr. Frühes Aufstehen kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken – vorausgesetzt, man hatte ausreichend Schlaf. Gesundheitsexperten halten 7 Uhr morgens für den idealen Zeitpunkt, um erfrischt in den Tag zu starten. Eine tägliche Routine soll für mehr Energie und Produktivität sorgen. Der britische Neurowissenschaftler Dr. Russell Foster, Professor an der Universität Oxford, gibt gegenüber „The Times“ Tipps, wie auch Sie zum frühen Vogel werden.

Warten Sie mit dem Kaffee

Koffein-Junkies sehnen sich gleich nach dem Aufwachen nach der ersten Tasse Kaffee, aber Experten empfehlen, mindestens eineinhalb Stunden zu warten. Der Grund: das Stresshormon Cortisol. Trinkt man zu früh Kaffee, stört man den natürlichen Cortisol-Abfall, sodass das Hormon schneller sinkt. Wer wartet, kann die Koffeinzufuhr auf den natürlichen Abfall des Cortisols abstimmen, der erst später beginnt.

Tanken Sie Licht

Die morgendliche Lichtexposition ist der Schlüssel zur Umstellung des zirkadianen Rhythmus, so Dr. Foster. Er empfiehlt, gleich nach dem Aufwachen ins Freie zu gehen und sich dem natürlichen Licht auszusetzen. Alternativ könne man eine „Photonendusche“ nehmen, indem man sich an ein Fenster setzt und das Tageslicht aufsaugt. Schon 30 Minuten helfen, die innere Uhr umzustellen und sich an das frühe Aufstehen zu gewöhnen.

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Finger weg von der Snooze-Taste

Die Schlummer-Taste verschafft scheinbar ein paar Extraminütchen Schlaf, stört aber den natürlichen Aufwachprozess. Wird man vom Wecker wach, beginnt der Körper mit der Produktion von Cortisol. Dieses Stresshormon sorgt für ein fit-Gefühl. Durch das Drücken der Snooze-Taste wird der Prozess unterbrochen, sodass man nach dem Aufstehen noch müder ist.

Passen Sie Ihre Trainingszeiten an

Für die meisten Menschen ist Morgensport ideal, weil er den Stoffwechsel ankurbelt. Frühsport hilft auch bei der Regulierung des Schlafrhythmus, da er die Exposition gegenüber natürlichem Licht erhöht – wichtig für die innere Uhr. Vermeiden Sie spätes Training am Abend, da dies aufputscht und das Einschlafen erschwert. Entsprechend müde ist man dann am nächsten Morgen.

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