In Bad Mergentheim im Main-Tauber-Kreis ermittelt die Polizei gegen unbekannte Täter, die einer Hauskatze ein Hakenkreuz auf das Ohr gekritzelt und ihr an einer Stelle am Bauch das Fell ausrasiert haben. Das Tier war am Abend des 27. Juni noch unversehrt von zu Hause weggegangen und kehrte am frühen Morgen des 28. Juni mit den Verletzungen und den nationalsozialistischen Symbolen zurück, wie eine Polizeisprecherin mitteilte.
Ermittlungen wegen Tierquälerei eingeleitet
Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen Tierquälerei eingeleitet. Bisherige Zeugenaufrufe und Hinweise aus der Bevölkerung hätten jedoch keine konkreten Spuren ergeben, so die Polizei. Die Beamten hoffen weiter auf sachdienliche Angaben, die zur Identifizierung der Täter führen könnten. Die Katze wurde von ihren Besitzern tierärztlich versorgt, körperlich geht es dem Tier den Umständen entsprechend gut, wie die Polizei weiter erklärte.
Symbolik und rechtliche Einordnung
Das Aufbringen eines Hakenkreuzes, eines verfassungsfeindlichen Symbols, verschärft den Vorfall. Neben dem Vorwurf der Tierquälerei könnte auch der Tatbestand der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen geprüft werden. Die Polizei betont, dass die Ermittlungen in alle Richtungen laufen. Bislang gibt es keine Hinweise auf einen politischen Hintergrund, die Tat könnte auch aus purer Boshaftigkeit geschehen sein.
Der Vorfall ereignete sich in Bad Mergentheim, einer Stadt im Nordosten Baden-Württembergs. Die Polizei bittet Zeugen, die in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden. Besonders in Wohngebieten mit freilaufenden Katzen sei man aufmerksam, so die Polizeisprecherin. Die Besitzer der Katze sind schockiert und hoffen auf eine baldige Aufklärung.



