Eines der größten Hochwasserschutzprojekte Thüringens geht in seine letzte Etappe: Neue Deiche auf rund 1,7 Kilometern und ein neues Hochwasser- und Abwasserpumpwerk sollen den Ort Caaschwitz (Landkreis Greiz) künftig vor den Fluten der Weißen Elster schützen. Bis zum Jahresende sollen die Arbeiten weitgehend abgeschlossen sein, wie das Thüringer Umweltministerium bei einem Vor-Ort-Besuch von Ressortchef Tilo Kummer (BSW) mitteilte. Danach folgen noch Renaturierungsmaßnahmen, die dem Fluss mehr natürlichen Raum geben sollen. Investiert werden nach Ministeriumsangaben rund 34 Millionen Euro aus EU-Mitteln.
Caaschwitz von Flut 2013 stark getroffen
Der zwischen Gera und Bad Köstritz gelegene Ort Caaschwitz war vom großen Hochwasser 2013 heftig getroffen worden, ebenso wie andere Orte entlang der Weißen Elster. Damals habe der Hochwasserschutz an dem Fluss komplett versagt, so das Ministerium. Mit den jetzt errichteten Anlagen werde der Schutz vor Überflutungen für Jahrzehnte gewährleistet. „Das Hochwasser von 2013 hat vielen Menschen in Caaschwitz eindrücklich vor Augen geführt, wie verletzlich unsere Orte bei Extremereignissen sind“, sagte Kummer.
Renaturierung mit Flussschlingen
Bei der Renaturierung sollen anstelle des begradigten Flusslaufs Mäander angelegt werden – Flussschlingen, die den Lauf verlängern und bei Hochwasser bremsend wirken sollen. Damit sich das Flussbett wieder auf natürliche Weise ausbilden könne, werde außerdem ein Teil der vorhandenen Böschungssicherung entfernt. Die Arbeiten zur Renaturierung sollen bis 2030 beendet sein.



