In Berlin sind zwei Menschen an den Folgen einer Legionellen-Infektion gestorben. Das bestätigte die Senatsgesundheitsverwaltung dem Tagesspiegel. Die genauen Umstände der Ansteckung werden derzeit untersucht. Legionellen sind Bakterien, die vor allem in stehendem Wasser in Warmwasserleitungen vorkommen und schwere Lungenentzündungen auslösen können.
Senat prüft Maßnahmen gegen Legionellen
Als Reaktion auf die Todesfälle hat der Senat angekündigt, die Überwachung von Wasseranlagen in öffentlichen Gebäuden zu verschärfen. „Wir werden die Vorschriften für die Wartung von Warmwassersystemen überprüfen und gegebenenfalls anpassen“, sagte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung. Betroffen sind vor allem ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.
Die Berliner Wasserbetriebe empfehlen, Wasserleitungen regelmäßig zu spülen, um Stagnation zu vermeiden. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Ausbrüche in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Die Behörden rufen zur Wachsamkeit auf.
CSD-Truck des Senats: Flaute auf dem Wagen?
Der Christopher Street Day (CSD) in Berlin steht vor der Tür, doch der Truck des Senats sorgt für Diskussionen. Wie der Tagesspiegel erfahren hat, soll der Wagen nur spärlich besetzt sein. Kritiker werfen dem Senat vor, nicht genug Präsenz zu zeigen. „Der CSD ist ein wichtiges Zeichen für Toleranz und Vielfalt. Da sollte der Senat mit voller Kraft dabei sein“, sagte ein Sprecher der Queer-Beauftragten.
Poller-Diebstähle in Berlin: Immer mehr werden geklaut
Die Zahl der gestohlenen Poller in Berlin steigt rasant. Laut Polizei wurden im vergangenen Jahr über 500 Poller entwendet, ein Anstieg um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Diebe haben es vor allem auf die massiven Metallpoller abgesehen, die als Schrott verkauft werden. Die Bezirke klagen über hohe Kosten für Ersatz und Reparaturen. „Das ist ein wachsendes Problem, das den Steuerzahler viel Geld kostet“, sagte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.
Franziska Giffey: Der Fließband-Traum
Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) träumt von einer neuen industriellen Blüte für die Hauptstadt. In einem Interview sprach sie von einem „Fließband-Traum“: Sie wolle Berlin zu einem Standort für moderne Produktion machen, insbesondere für E-Autos und grüne Technologien. „Wir haben die Chance, die Industrie zurückzuholen und zukunftsfähige Jobs zu schaffen“, sagte Giffey. Kritiker bezweifeln jedoch, ob Berlin das Potenzial dafür hat.
Schottland: Keine Briefpost wegen brütender Vögel
Eine kuriose Meldung aus Schottland: Die Postzustellung wurde in einigen Gebieten eingestellt, um brütende Vögel nicht zu stören. Wie der Tagesspiegel-Leser Uli Schlender berichtete, verzichten die Bewohner dort auf Briefe, bis die Küken geschlüpft sind. Ein ungewöhnlicher, aber effektiver Naturschutz.



