Zwerchfell: Unterschätzter Muskel für Atmung und Stabilität
Zwerchfell: Wichtiger Muskel für Atmung und Stabilität

Das Zwerchfell ist weit mehr als nur der Auslöser für lästiges Seitenstechen. Es spielt eine zentrale Rolle für die Atmung und die Stabilität des gesamten Körpers. In vielen Atemkursen wird das aktive Training dieses Muskels beworben, doch laut einer Expertin nutzt dies nur bestimmten Zielgruppen.

Die Funktion des Zwerchfells

Das Zwerchfell ist ein kuppelförmiger Muskel, der die Brusthöhle von der Bauchhöhle trennt. Bei der Einatmung kontrahiert es sich und senkt sich ab, wodurch die Lunge sich ausdehnen kann. Bei der Ausatmung entspannt es sich wieder. Zudem trägt es zur Stabilisierung des Rumpfes bei, indem es den Druck im Bauchraum reguliert. Viele Menschen verbinden das Zwerchfell jedoch nur mit Seitenstechen, einem stechenden Schmerz unterhalb der Rippen, der oft bei körperlicher Anstrengung auftritt.

Training des Zwerchfells: Für wen sinnvoll?

Atemkurse, die das Zwerchfell trainieren sollen, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Doch eine Expertin weist darauf hin, dass nicht jeder gleichermaßen davon profitiert. „Ein gezieltes Zwerchfelltraining ist vor allem für Menschen mit Atemproblemen, wie Asthma oder COPD, sowie für Sänger und Bläser sinnvoll“, erklärt sie. „Für gesunde Menschen ohne spezifische Beschwerden bringt es in der Regel keine messbaren Vorteile.“

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Seitenstechen: Mythos und Wahrheit

Seitenstechen wird oft fälschlicherweise dem Zwerchfell zugeschrieben. Tatsächlich entsteht es vermutlich durch eine Reizung des Zwerchfells oder der Bauchfells, etwa durch eine zu schnelle Nahrungsaufnahme vor dem Sport oder eine falsche Atemtechnik. Die Expertin rät: „Um Seitenstechen zu vermeiden, sollte man mindestens zwei Stunden vor dem Sport nichts mehr essen und auf eine gleichmäßige Atmung achten.“

Fazit: Zwerchfell bewusst wahrnehmen

Das Zwerchfell ist ein unterschätzter Muskel, der für lebenswichtige Funktionen sorgt. Ein bewusster Umgang mit der Atmung kann das Wohlbefinden steigern, doch ein spezielles Training ist nicht für jeden notwendig. Wer unter Atembeschwerden leidet oder beruflich viel atmet, kann jedoch von gezielten Übungen profitieren.

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