Marius Dick (22) wurde am 15. Juli 2026 in Trier Opfer eines Messerangriffs. Der Student der Geschichte war laut Polizei ein Zufallsopfer. Der afghanische Täter Sajad M. (22) griff ihn ohne erkennbaren Grund auf der Straße an und erstach ihn. Die Eltern von Marius, Thomas (59) und Elke Dick (56), zeigen nun Fotos und berichten von den Träumen ihres Sohnes.
Ein Leben voller Pläne
Marius hatte kurz vor seinem Tod seine letzte Klausur geschrieben. Der Bachelorabschluss in Geschichte stand kurz bevor. Danach wollte er nach Potsdam ziehen, um einen Master in Militärgeschichte zu absolvieren. „Er hatte so viel vor sich“, sagte Mutter Elke zu BILD. Die Familie aus Landstuhl in der Pfalz hatte ein enges Verhältnis zu Marius. Er besuchte seine Eltern fast jedes Wochenende, selbst während des Studiums in Trier.
Die Erinnerungen bleiben
In ihrem Einfamilienhaus erinnern Fotos an gemeinsame Reisen und glückliche Momente. Eine Collage von seinem 18. Geburtstag zeigt ein Foto aus jedem Lebensjahr. Sein Zimmer ist unverändert. Die Nacht nach der Tat verbrachte Mutter Elke im Bett ihres Sohnes. „Wir wussten immer, was bei ihm los war. Er erzählte uns immer alles“, sagte Vater Thomas.
Forderung nach Konsequenzen
Trotz ihrer Trauer spricht die Familie öffentlich über Marius. Sie wollen, dass er nicht nur als Opfer einer schrecklichen Tat in Erinnerung bleibt. „Er soll nicht vergessen werden und sein Tod soll nicht folgenlos bleiben“, sagte sein Vater. Mutter Elke, ehrenamtlich in der CDU aktiv, fordert „echte Lösungen, damit so etwas nie wieder passieren und der nächste Mord vermieden werden kann“.
Täter in der Psychiatrie
Sajad M. wurde in einer geschlossenen forensischen Psychiatrie untergebracht. Wegen einer psychischen Erkrankung könnte seine Schuldfähigkeit eingeschränkt gewesen sein, so die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen laufen wegen Totschlags. Der Täter gestand die Tat, gab aber keine Gründe an.



