Mordprozess in Aurich: 34-Jähriger soll 53-Jährigen aus Eifersucht getötet haben
Mordprozess in Aurich: 34-Jähriger soll 53-Jährigen getötet haben

Vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Aurich hat der Prozess gegen einen 34-jährigen Mann begonnen, der beschuldigt wird, in Emden einen 53-Jährigen aus Eifersucht getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord und schwere Körperverletzung vor. Der 34-Jährige soll das Opfer in der Nacht zum 27. Januar in einer Wohnung in Emden mit zahlreichen Schlägen und Tritten gegen den Kopf attackiert haben. Das Opfer erlitt unter anderem eine Hirnblutung und starb zwei Tage später in einer Klinik in Oldenburg.

Staatsanwaltschaft: Niedrige Beweggründe und Heimtücke

Bei der Anklageverlesung sagte eine Staatsanwältin, der Angeklagte habe aus „niedrigen Beweggründen“ und heimtückisch gehandelt. Hinter der Tat stehe ein Beziehungsstreit: Der 34-Jährige und die 51-jährige Lebensgefährtin des Opfers seien sich in den Tagen vor der Tat nähergekommen. Der 53-Jährige habe einer weiteren Annäherung im Wege gestanden, so die Staatsanwältin. Der Angeklagte äußerte sich zu Prozessbeginn nicht.

Tathergang: Alkoholisierte Runde endet in Gewalt

Laut Anklage waren das Opfer, seine Lebensgefährtin, der Angeklagte und weitere Personen am Abend des 26. Januar in der Wohnung zusammengekommen. „Alle Personen konsumierten in erheblichem Maße Alkohol“, sagte die Staatsanwältin. In der Nacht soll der 34-Jährige den 53-Jährigen unvermittelt angegriffen haben, als dieser wehrlos auf einem Sofa lag. Der Angeklagte habe mit schlagverstärkten Handschuhen mehrfach auf Kopf und Gesicht des Opfers eingeschlagen, dann gegen dessen Kopf und Oberkörper getreten und schließlich den Kopf des Opfers gegen einen Couchtisch geschlagen. Erst als ein Zeuge den Rettungsdienst alarmierte, habe er von seinem Opfer abgelassen. Die Staatsanwältin betonte: „Er handelte vorsätzlich.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Opfer stirbt trotz Notoperation

Rettungskräfte brachten den 53-Jährigen zunächst in ein Krankenhaus in Emden und später nach Oldenburg. Trotz einer Notoperation erlag der Mann zwei Tage später seinen schweren Kopfverletzungen. Neben dem Mordvorwurf wird der Angeklagte auch wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt: Nach dem Angriff auf den 53-Jährigen soll er die 51-jährige Lebensgefährtin mehrfach gegen das Gesicht getreten haben. Sie wurde leicht verletzt. Der 34-Jährige wurde kurz nach der Tat festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Urteil voraussichtlich Ende Juli

Das Landgericht Aurich hat mehrere Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil wird voraussichtlich Ende Juli erwartet. Der Prozess findet vor der Schwurgerichtskammer statt, die für schwere Gewaltverbrechen zuständig ist.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration