Schweigeminute für getötete Studentin an Uni Trier – Innenminister vor Ort
Schweigeminute für getötete Studentin an Uni Trier

Mehr als 200 Menschen haben sich an der Universität Trier zu einer Schweigeminute versammelt, um einer kürzlich getöteten Studentin zu gedenken. Die Trauerfeier fand in der Kapelle auf dem Campus II statt, wo sich die Universitätsgemeinschaft in stiller Anteilnahme vereinte. „Wir stehen hier in Trier zusammen“, sagte Uni-Präsidentin Eva Martha Eckkrammer. Der Tod der 29-Jährigen erfülle die Universität „mit tiefer Trauer und großer Fassungslosigkeit“. Viele Anwesende trugen sich in Kondolenzbücher ein.

Zweites Tötungsdelikt innerhalb weniger Tage

Die 29-jährige Studentin war am Sonntag tot in ihrer Wohnung in Trier aufgefunden worden. Aufgrund der Verletzungen geht die Polizei von einem Tötungsdelikt aus, wie eine Sprecherin bestätigte. Eine Obduktion habe diesen Verdacht erhärtet. Weitere Details nannte die Polizei nicht, da die Ermittlungen „auf absoluten Hochtouren“ laufen. Der gewaltsame Tod der Studentin ist bereits der zweite Fall innerhalb kurzer Zeit. Am 15. Juli war ein 22-jähriger Student nahe der Universität auf offener Straße erstochen worden. Tatverdächtig in diesem Fall ist ein 22-jähriger Mann aus Afghanistan.

Innenminister Schwickert zeigt Solidarität

Die schmerzhaften Verluste der vergangenen Tage hätten die Universität „zutiefst schockiert“, sagte Eckkrammer. Trauer, Sprachlosigkeit und Verunsicherung seien in der Universitätsgemeinschaft spürbar. „Wir versuchen alle, auf unsere Weise mit dem Unfassbaren umzugehen.“ Zu dem Gedenken war auch der rheinland-pfälzische Innenminister Achim Schwickert (CDU) gekommen. Die Landesregierung wolle zeigen, „dass wir in dieser schwierigen Zeit die Menschen in der Stadt Trier und alle, die damit zusammenhängen, nicht allein lassen“. Die Taten hätten eine tiefe Betroffenheit und Fassungslosigkeit ausgelöst.

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Ermittlungen laufen auf Hochtouren

„Wir werden alles tun in den beiden Fällen, um die jetzt notwendigen Dinge zu machen“, versicherte der Minister. Er bat um Verständnis, dass im Fall der getöteten Studentin derzeit keine weiteren Auskünfte gegeben werden könnten, um den Ermittlungserfolg nicht zu gefährden. „Sobald wir Erkenntnisse haben, werden wir die Menschen entsprechend informieren“, sagte Schwickert. Die Startseite des Internet-Auftritts der Universität Trier ist schwarz gehalten. Dort ist der Satz zu lesen: „Die Universitätsgemeinschaft trauert.“

Beisetzung des getöteten Studenten am Samstag

Der getötete 22-jährige Student wird an diesem Samstag in seiner Heimatgemeinde in Landstuhl (Kreis Kaiserslautern) beigesetzt. Innenminister Schwickert und der Chef der Staatskanzlei, Marcus Klein (CDU), werden an der Beisetzung teilnehmen, wie eine Regierungssprecherin der dpa mitteilte.

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