Erneuter Sprengsatz-Angriff auf Berliner Autohaus – sieben Autos beschädigt
Sprengsatz-Angriff auf Berliner Autohaus: sieben Autos beschädigt

Ein Autohaus in Berlin-Zehlendorf ist zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen mit einem Sprengsatz angegriffen worden. In der Nacht zu Dienstag warf ein unbekannter Täter einen explosiven Gegenstand über den Zaun des großen Grundstücks am Teltower Damm. Dabei wurden insgesamt sieben Autos beschädigt, wie die Polizei auf der Plattform X mitteilte. Die Polizei wurde gegen 1.00 Uhr zu dem Tatort an der Kreuzung Beeskowdamm und Kleinmachnower Weg alarmiert. Zur Höhe des entstandenen Schadens wurden zunächst keine Angaben gemacht. Ein Fachkommissariat für Sprengstoff habe die Ermittlungen vor Ort übernommen, hieß es von der Polizei.

Zweiter Vorfall auf demselben Gelände

Bereits am 26. Juni war es auf demselben Gelände zu einer Explosion gekommen. Dabei wurden laut Polizeiangaben mehrere Fahrzeuge und Gebäudeteile beschädigt. Die Polizei sprach damals von einem hohen Sachschaden. Die genauen Hintergründe der beiden Taten sind noch unklar. Die Ermittler prüfen mögliche Zusammenhänge.

Sorge vor zunehmender Waffengewalt

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) äußerte sich besorgt über die Entwicklung. „Jeder kann sehen, dass die Fälle, in denen Schusswaffen und Sprengkörper, von Polenböllern über Kugelbomben bis Handgranaten, benutzt werden, deutlich zunehmen“, erklärte die GdP. „Es bereitet uns große Sorge, dass schon jetzt über Kriminelle der Nachschub mit Kriegswaffen aus dem Raum Ukraine floriert und der Markt eine echte Waffenschwemme erlebt.“ Der Fall zeige, „zu welchem Wahnsinn Kriminelle mittlerweile bereit sind, um Machtverhältnisse und Einfluss auszuloten und Forderungen Nachdruck zu verleihen“.

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Ermittlungen der Sondereinheit „Ferrum“

Die Sonderermittlungseinheit „Ferrum“ im Landeskriminalamt (LKA) gehe allen Hinweisen nach, um mögliche Zusammenhänge mit ähnlichen Taten in der letzten Zeit zu klären, hieß es von der GdP. Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden. Die Ermittlungen dauern an.

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