Der gewaltsame Tod von zwei Studierenden der Universität Trier binnen weniger Tage hat in der Moselstadt tiefe Betroffenheit ausgelöst. Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) erklärte: „Diese Taten treffen uns in Trier mit voller Wucht und erschüttern die ganze Stadt. Die Gewalt macht fassungslos, traurig und auch wütend.“
Die Taten im Überblick
Am 15. Juli wurde ein 22 Jahre alter Student in der Nähe des Universitätsgeländes erstochen. Tatverdächtig ist ein 22-jähriger Mann aus Afghanistan. Nur zwei Tage später, am Sonntag, wurde eine 29-jährige Studentin tot in ihrer Wohnung in Trier aufgefunden. Die Verletzungen deuten laut Polizei ebenfalls auf ein Tötungsdelikt hin. Die Ermittlungen zu diesem Fall laufen noch.
Oberbürgermeister Leibe sprach den Angehörigen und Freunden beider Opfer sein Mitgefühl und Beileid aus. „Zwei junge Studierende, die ihr Leben noch vor sich hatten, wurden grausam ums Leben gebracht und ihre Eltern, Freunde und Familien von heute auf morgen in tiefstes Leid gestürzt“, so Leibe in einer Mitteilung der Stadt.
Gedenkveranstaltung und Kondolenzbücher
Für die 29-jährige Studentin findet am Donnerstag um 12 Uhr eine Gedenkveranstaltung in der Kapelle auf dem Campus II der Universität statt. Bereits ab Mittwoch liegen an der Universität Kondolenzbücher aus. Auch in der Stadt können Bürger ihre Anteilnahme bekunden: Im Foyer des Bürgeramtes am Viehmarkt liegt ab Mittwoch, 13.30 Uhr, ein Kondolenzbuch der Universität aus.
Die Stadt erklärte, dies solle ein Zeichen der Solidarität, Verbundenheit und Anteilnahme der Stadtgesellschaft mit der Gemeinschaft der Universität Trier und den Angehörigen der beiden Opfer der Gewalttaten sein.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Die Polizei Trier ermittelt in beiden Fällen mit Hochdruck. Im Fall des getöteten 22-Jährigen sitzt der tatverdächtige 22-jährige Afghane in Untersuchungshaft. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Im Fall der 29-Jährigen warten die Ermittler auf die Ergebnisse der Obduktion, um genauere Angaben zur Todesursache machen zu können. Die Universität Trier hat eine Krisenhotline für betroffene Studierende eingerichtet und bietet psychologische Unterstützung an.



