True Crime Berlin: Fanatischer Hass – Der Mord an Walther Rathenau
True Crime Berlin: Der Mord an Walther Rathenau

Der Mord an Walther Rathenau erschütterte Deutschland

Am 24. Juni 1922 wurde der damalige deutsche Außenminister Walther Rathenau in Berlin ermordet. Die Tat geschah auf offener Straße, als sein Wagen auf dem Weg ins Ministerium war. Zwei Attentäter eröffneten das Feuer und warfen eine Handgranate. Rathenau starb noch am Tatort. Der Mord löste in der gesamten Republik Entsetzen und Trauer aus.

Die Hintergründe der Tat

Walther Rathenau war eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Weimarer Republik. Als Außenminister setzte er sich für die Erfüllung der Versailler Verträge ein und strebte eine Verständigung mit den Westmächten an. Dies brachte ihm den Hass rechtsnationaler und antisemitischer Kreise ein. Rathenau war Jude und galt als Symbol der verhassten Republik. Die Täter gehörten der rechtsextremen Organisation Consul an, die zahlreiche politische Morde beging.

Die Täter und ihre Motive

Die Attentäter waren ehemalige Freikorps-Angehörige. Sie planten den Mord über Wochen. Ihr Motiv: fanatischer Hass auf die Demokratie und auf Rathenau persönlich. Sie sahen in ihm einen Verräter am deutschen Volk. Nach der Tat flohen die Täter, wurden aber später gefasst. Einer der Haupttäter, Ernst Werner Techow, wurde zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Ein anderer, Erwin Kern, wurde bei der Festnahme erschossen.

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Die Folgen des Mordes

Der Mord an Walther Rathenau hatte weitreichende Konsequenzen. Die Reichsregierung erließ das „Gesetz zum Schutze der Republik“, das die Todesstrafe für politische Morde vorsah und die Überwachung extremistischer Gruppen verschärfte. Dennoch konnte die Welle politischer Gewalt nicht gestoppt werden. Der Mord war ein Vorbote der späteren Eskalation in der Weimarer Republik.

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