Urteil im Prozess gegen falschen Notfallsanitäter könnte noch heute fallen
Im Fall eines falschen Notfallsanitäters, der ohne die erforderliche Qualifikation in zahlreichen Einsätzen tätig war, könnte es in Kleve schneller als geplant schon heute zu einem Urteil kommen. Die Anklage wirft dem 30-Jährigen in einem Fall Totschlag, bei einem weiteren Einsatz gefährliche Körperverletzung sowie Urkundenfälschung vor.
Beweisaufnahme schreitet zügig voran
Ein Sprecher des Landgerichts Kleve am Niederrhein sagte, sollte die Beweisaufnahme weiter zügig voranschreiten, sei noch im Tagesverlauf von Plädoyers und Urteil auszugehen. Der Prozess hatte erst vor einer Woche begonnen.
Gefälschte Papiere für Sanitäter-Jobs
Laut Staatsanwaltschaft soll der gelernte Berufskraftfahrer sich mit gefälschten Papieren Jobs zunächst als Rettungssanitäter, später als Notfallsanitäter erschlichen haben. Bei einem Einsatz im August 2025 in Kamp-Lintfort sei nach einem seiner Einsätze ein schwer kranker Mann gestorben. Der Deutsche räumte bei Prozessbeginn vor einer Woche ein, dass er sich wiederholt mit falschen Unterlagen als Notfallsanitäter ausgegeben habe. Er habe aber nicht schaden, sondern Menschen helfen wollen.



