Die Ausgaben für Asylbewerber in Schleswig-Holstein sind im Jahr 2025 deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des Statistikamts Nord wurden insgesamt 260,5 Millionen Euro nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gezahlt. Das sind 20,8 Millionen Euro weniger als im Vorjahr 2024.
Größter Posten: Laufende Lebensführung
Den Großteil der Kosten machten mit 185,4 Millionen Euro die Aufwendungen für die laufende Lebensführung aus. Dazu zählen unter anderem Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Körperpflege sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgüter. Die restlichen Mittel flossen in weitere Leistungen, vor allem in Krankenbehandlungen.
Hintergrund des Rückgangs
Der Rückgang der Kosten steht im Zusammenhang mit der deutlich gesunkenen Zahl von Asylbewerbern und Kriegsflüchtlingen, die nach Schleswig-Holstein kommen. Das Land profitiert von der insgesamt rückläufigen Zuwanderung in Deutschland. Die Entwicklung zeigt sich auch in anderen Bundesländern: So gab etwa Hamburg ebenfalls weniger für Asylbewerber aus.
Die Statistik basiert auf den tatsächlichen Zahlungen des Landes und der Kommunen. Experten gehen davon aus, dass die Tendenz auch in den kommenden Jahren anhalten könnte, sofern die Flüchtlingszahlen niedrig bleiben.



