Wegen eines Waldbrands im Südwesten von Madrid sind am Abend mehrere Gemeinden in der spanischen Hauptstadtregion evakuiert worden. Der Brand in der Gemeinde Almorox, etwa 70 Kilometer südwestlich von Madrid in der Region Kastilien-La Mancha, zwang die Behörden zum Handeln: Die Gemeinden Encinar del Alberche, Ribera del Alberche und Rincón del Alberche wurden evakuiert, während für Villa del Prado eine Ausgangssperre verhängt wurde. Dies teilte der spanische Rettungsdienst auf der Plattform X mit.
Verkehrsachsen gesperrt, Rauch beeinträchtigt Sicht
Der spanischen Guardia Civil zufolge wurden mehrere Verkehrsachsen gesperrt. Die Behörden forderten die Anwohner auf, „bei Fahrten äußerste Vorsicht walten zu lassen, da die Sicht durch den Rauch stark eingeschränkt ist“. Der Zivilschutz rief Anwohner mit Atemwegserkrankungen zudem auf, nachts die Fenster zu schließen, um die Belastung zu verringern. Die Feuerwehr kämpft gegen die Flammen, die weiterhin außer Kontrolle sind.
Brände in ganz Spanien: 125.000 Hektar verbrannt
In den vergangenen Tagen sind in Spanien zahlreiche Brände ausgebrochen. Der größte Waldbrand befindet sich auf der anderen Seite Madrids in der Provinz Guadalajara, etwa hundert Kilometer nördlich der Hauptstadt. Er hat seit vergangenem Donnerstag 32.000 Hektar Land verwüstet. Insgesamt sind seit dem 1. Januar in Spanien bereits fast 125.000 Hektar verbrannt, wie aus der europäischen Datenbank zu Waldbränden (Effis) hervorgeht. Die Lage wird durch eine neue Hitzewelle verschärft, die die Temperaturen in Spanien derzeit wieder steigen lässt.
Tödliche Brände in Andalusien: 13 Tote
Die südspanische Provinz Almería in Andalusien war kürzlich von einem der folgenschwersten Waldbrände in Spaniens jüngerer Geschichte getroffen worden. 13 Menschen kamen in den Flammen ums Leben, darunter 12 Ausländer – sieben Todesopfer aus Großbritannien, drei aus Belgien und jeweils eines aus Frankreich, den USA und Spanien. 7000 Hektar Land brannten nieder. Die Behörden warnen vor weiteren Gefahren, da die Hitzewelle die Brandgefahr weiter erhöht.



