Die Verlängerung der Straßenbahnlinie M1 im Berliner Norden nimmt konkrete Formen an. Für das geplante Neubauquartier Elisabeth-Aue in Pankow sollen fünf neue Haltestellen entstehen, wie die BVG mitteilte. Das Projekt ist Teil der umfassenden Verkehrsanbindung des neuen Wohngebiets, das auf einer Fläche von rund 60 Hektar entstehen soll.
Fünf neue Haltestellen für das Neubauquartier
Die Verlängerung der M1 soll vom bisherigen Endpunkt in Pankow-Heinersdorf aus erfolgen. Geplant sind die Stationen „Elisabeth-Aue“ (Endhaltestelle), „Am Sandhaus“, „Buchhorster Weg“, „Schönerlinder Weg“ und „Blankenfelder Weg“. Die genaue Trassenführung steht noch nicht endgültig fest, aber die BVG arbeitet an einer bevorrechtigten Führung, um die Reisezeit zu verkürzen.
Das Neubaugebiet Elisabeth-Aue wird rund 3.000 Wohnungen für etwa 7.000 Menschen bieten. Eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sei daher essenziell, so die BVG. Die Tramlinie M1 ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen im Berliner Straßenbahnnetz.
Urbanliner geht in Regelbetrieb
Parallel dazu hat die BVG den sogenannten „Urbanliner“ – die extralange Tram – in den Regelbetrieb übernommen. Eigentlich sollte der 50 Meter lange Zug bereits früher im Einsatz sein, doch Bauarbeiten hatten dies verzögert. Der Urbanliner wird zunächst auf der Linie M1 eingesetzt und soll die Kapazität auf der stark frequentierten Strecke erhöhen.
„Die Verlängerung der M1 und der Einsatz des Urbanliners sind wichtige Schritte, um den wachsenden Verkehrsbedarf im Norden Berlins zu decken“, erklärte ein BVG-Sprecher. Die Kosten für das Gesamtprojekt werden auf rund 150 Millionen Euro geschätzt. Ein Teil der Summe stammt aus Fördermitteln des Landes Berlin und des Bundes.
Ausblick und nächste Schritte
Die Planungen für die Verlängerung der M1 befinden sich derzeit in der Phase der Vorplanung. Im nächsten Schritt soll die konkrete Trasse festgelegt werden, danach folgen die Genehmigungsverfahren. Mit einem Baubeginn rechnet die BVG frühestens in zwei Jahren. Die Inbetriebnahme der neuen Haltestellen ist für das Jahr 2029 geplant, zeitgleich mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts von Elisabeth-Aue.



