Brandenburgs ehemaliger Bildungsminister plant private Auszeit nach Regierungswechsel
Der bisherige Bildungsminister Brandenburgs, Steffen Freiberg von der SPD, kündigt nach dem Ende seiner Amtszeit einen Rückzug ins Privatleben an. In einem Interview mit der „Märkischen Oderzeitung“ erklärte der 44-jährige Politiker, dass er nach neun Jahren in verschiedenen Regierungsämtern zunächst eine Pause einlegen wolle.
Neun Jahre im Dienst der Länder
„In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg habe ich insgesamt neun Jahre als Staatssekretär und Minister gearbeitet“, so Freiberg. Der gebürtige Rostocker betonte, dass er mit 44 Jahren noch nicht besonders alt sei und sein Berufsleben sicherlich noch nicht beendet habe. Dennoch halte er es nach einer solch intensiven Zeit für absolut notwendig, einmal innezuhalten und in sich zu gehen.
Freiberg räumte ein, dass er gerne weiter als Bildungsminister gearbeitet hätte, wenn sich die Gelegenheit ergeben hätte. „Aber die Frage stellt sich nicht“, erklärte er nüchtern. Das Verhandlungsergebnis zwischen SPD und CDU stehe fest und Brandenburg erhalte damit eine stabile Regierung – das sei das Wichtigste.
Bildungsressort wechselt zur CDU
In der neuen rot-schwarzen Landesregierung wird das Bildungsministerium künftig von der CDU geführt. Wer genau das Amt übernehmen wird, ist bisher noch nicht offiziell bekanntgegeben worden. Freiberg selbst gehört dem neuen Kabinett nicht mehr an.
Der SPD-Politiker blickt den Veränderungen gelassen entgegen und betont die Bedeutung einer funktionierenden Regierung für das Land Brandenburg. Die politischen Realitäten seien nun einmal so, wie sie ausgehandelt wurden.
Private Pläne für den Frühling
Für die kommende Zeit hat Freiberg vor allem private Vorhaben. „Ich freue mich auf den Frühling, werde viel draußen sein und durchatmen“, verriet der ehemalige Minister. Besondere Freude bereite ihm die Gartenarbeit, bei der er mit den eigenen Händen etwas aufbaue.
Ein besonderer Fokus liege dabei auf der Familie: „Vor allem freue ich mich auf mehr Zeit mit meinem Sohn, der jetzt in die 1. Klasse geht.“ Diese zusätzliche Zeit mit seinem Kind sei ein willkommener Ausgleich nach den anstrengenden Jahren in der Politik.
Obwohl Freiberg sich aktuell zurückzieht, lässt er die Tür für eine mögliche Rückkehr in die Politik nicht ganz zu. Sein Berufsleben sei schließlich noch nicht beendet, wie er selbst betonte. Doch zunächst genießt der ehemalige Bildungsminister die neu gewonnene Freiheit und konzentriert sich auf das Privatleben.



