Berlin erhält fünf neue Schulen mit 4.050 Plätzen bis zum Sommer
Die Hauptstadt Berlin steht vor einer bedeutenden Erweiterung ihres Bildungsangebots. Bis zum Beginn des neuen Schuljahrs im Sommer sollen fünf neue weiterführende Schulen fertiggestellt werden, wie die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge mitteilte. Insgesamt werden dadurch 4.050 zusätzliche Schulplätze geschaffen, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden.
Details zu den Schulneubauten
Die Schulneubauten werden voraussichtlich ab Juni an die jeweiligen Bezirke übergeben. Zu den Projekten gehören:
- Gemeinschaftsschule Adlershof in Treptow-Köpenick: Dies ist die größte Schule, die derzeit in Berlin entsteht. Das Grundstück umfasst 3,5 Hektar, was fast der Fläche von fünf Fußballfeldern entspricht. Hier sollen künftig 1.400 Kinder und Jugendliche unterrichtet werden.
- Gymnasium Schulstraße in Mitte: Ein vierzügiges Gymnasium, das Platz für 664 Schülerinnen und Schüler bieten wird.
- Integrierte Sekundarschule (ISS) in Mariendorf (Tempelhof-Schönberg): Eine sechszügige Schule mit etwa 600 Schulplätzen.
- Integrierte Sekundarschule (ISS) an der Garzauer Straße in Biesdorf (Marzahn-Hellersdorf): Ebenfalls sechszügig und mit 600 Plätzen geplant.
- Heinrich-Hertz-Gymnasium in Friedrichshain-Kreuzberg: Ein Neubau nahe dem Ostbahnhof, der 784 Schulplätze bereitstellen wird. Die bestehende Schulgemeinschaft wird das Gebäude im Laufe des Schuljahrs beziehen.
Hintergrund und Bedarf
Die Howoge, eine der größten Vermieterinnen deutschlandweit mit einem Wohnungsbestand von rund 82.150 Wohnungen (Stand: 30. Juni 2025), übernimmt für das Land Berlin den Neubau und die Großsanierungen von Schulen. Der Bedarf an Schulplätzen ist enorm: Laut Daten der Bildungsverwaltung gab es zu Beginn des vergangenen Schuljahrs etwa 408.000 Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden Schulen der Hauptstadt. Diese Zahl lag damit um gut 4.000 höher als im Vorjahr, als sie erstmals seit 25 Jahren wieder über die 400.000-Marke gestiegen war.
Die neuen Schulen sind ein wichtiger Schritt, um dem anhaltend hohen Niveau der Schülerzahlen in Berlin zu begegnen und eine qualitativ hochwertige Bildung für alle zu gewährleisten. Die Projekte zeigen das Engagement der Stadt, in die Zukunft der jungen Generation zu investieren.



