VfB Stuttgart: Kabinen-Geheimnisse - Undav als Spaßvogel, Stiller meidet Presse
VfB-Kabinenreport: Undav sorgt für Stimmung, Stiller flüchtet

Das geheime Leben in der VfB-Kabine: Spaß, Musik und Presseflucht

Die Kabine ist der heilige Rückzugsort jeder Fußballmannschaft, ein Ort der Kameradschaft und der ungeschminkten Wahrheiten. Bei Bundesligist VfB Stuttgart gewährt ein exklusiver Einblick faszinierende Einblicke in die Dynamiken hinter den verschlossenen Türen der MHPArena. Wer sorgt für die Stimmung? Wer drückt sich vor unangenehmen Fragen? Die Antworten sind überraschend und aufschlussreich.

Deniz Undav: Der ungekrönte König der Kabine

Wenig überraschend, aber dennoch beeindruckend: Deniz Undav (29) etabliert sich als der größte Spaßvogel in Kabine und Katakomben. Der deutsche Nationalstürmer, der aktuell zu den formstärksten Offensivkräften der Liga zählt, verbreitet mit seiner unbeschwerten Art beste Laune. Ob Teamkollegen, Pressevertreter oder Vereinsverantwortliche – vor seinen pointierten Sprüchen ist niemand sicher. Solange Undav seine Tore regelmäßig macht, genießt er seinen Status als Pausenclown und Publikumsliebling in vollen Zügen. Trainer Sebastian Hoeneß (43) bestätigt: „Deniz ist ein Typ, der dem Team gut tut. Seine positive Ausstrahlung ist ansteckend.“

Die musikalische Machtübernahme

Ein besonderer Posten in der Kabine ist der des DJs. Diesen hatte ursprünglich Abwehrspieler Dan-Axel Zagadou (26) inne, der trotz seiner verletzungsbedingten Abwesenheit – in dieser Saison kam er bislang nur auf 176 Einsatzminuten – mit seiner ruhigen und freundlichen Art das Klima positiv beeinflusst. Seine musikalischen Vorlieben lagen im französischen Hip-Hop. Vor zwei Jahren jedoch übergab er das Amt an Flügelspieler Jamie Leweling (25), der seither mit Deutsch-Rap und US-Hip-Hop für den Soundtrack sorgt. Nach wichtigen Siegen dröhnen auch Klassiker wie „One (Always Hardcore)“ oder „Hyper Hyper“ von Scooter durch die Räumlichkeiten.

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Angelo Stiller: Der flüchtende Führungsspieler

Eine Playlist, die Mittelfeldstratege Angelo Stiller (24) oft nicht bis zum Ende hört. Der Grund: Der Spielmacher gehört regelmäßig zu den Ersten, die das Stadion verlassen. Seit Monaten meidet er konsequent die sogenannte Mixed Zone, in der Journalisten auf Interviews warten. Stattdessen verlässt Stiller – stets von Security-Personal begleitet – die Arena durch den Hinterausgang. Auf dem Platz übernimmt er beim VfB die Rolle des Führungsspielers, abseits des Rasens jedoch weicht er kritischen Nachfragen aus. Auf entsprechende Anfragen heißt es aus dem Umfeld des Spielers, dass dahinter keine besonderen Gründe stecken.

Chris Führich und die kreativen Ausreden

Auch Offensivspieler Chris Führich (28) macht sich in der Mixed Zone nur selten bemerkbar – und liefert dabei regelmäßig einfallsreiche Begründungen. Nach dem Spiel gegen Wolfsburg Anfang März erklärte er: „Heute nicht, ich muss zur Familie.“ Eine Woche später, nach dem Auswärtsspiel in Mainz, deutete er auf sein Essen und sagte: „Ich muss los“, bevor er lachend davonlief. Immerhin: Nach dem 1:0-Heimsieg gegen RB Leipzig am vergangenen Wochenende brach der Dribbelkünstler sein Schweigen. Mit einem verschmitzten Grinsen meinte er: „Heute tue ich euch mal den Gefallen.“ Drei Minuten Interview – ein kleiner, aber bemerkenswerter Schritt.

Die Kabine des VfB Stuttgart bleibt somit ein Mikrokosmos voller Charaktere, musikalischer Vorlieben und individueller Umgangsformen mit dem Medieninteresse. Während Undav für die lockere Atmosphäre sorgt, zeigen Stiller und Führich, wie unterschiedlich Profis mit der öffentlichen Aufmerksamkeit umgehen können.

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