Schulkrise in NRW: Schüler sollen Pausenbrot heimlich essen - Eltern alarmiert
Schulkrise: Schüler sollen Pausenbrot heimlich essen

Schulkrise in Nordrhein-Westfalen: Eltern schlagen wegen Ramadan-Regelung Alarm

An einer Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen ist ein beunruhigender Konflikt um das Pausenbrot entbrannt. Mehrere Eltern haben sich an Medien gewandt, nachdem sie erfuhren, dass ihre Kinder offenbar schikaniert werden und ihr Essen während der Pausen verstecken sollen.

„Wegdreh-Regel“ für nicht-fastende Schüler

Laut Berichten der Bild-Zeitung erzählte eine besorgte Mutter, dass muslimische Mitschüler ihren Kindern gesagt hätten: „Wir haben Ramadan, du musst jetzt fasten und dein Brot in die Tonne werfen!“ Als die betroffenen Mädchen sich an eine Lehrkraft wandten, soll diese geantwortet haben, dass Kinder, die nicht fasten, „nicht mit ihrem Essen provozieren sollen“.

Es wird von einer sogenannten „Wegdreh-Regel“ gesprochen, bei der alle Kinder sich beim Essen gegenseitig nicht beobachten sollen. Diese Anweisung sorgt bei Eltern für massive Verunsicherung und Kritik.

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Beschimpfungen und Ausgrenzung im Schulalltag

Die Situation scheint über das Essens-Thema hinauszugehen. Eltern berichten von weiteren Vorfällen:

  • Fastende Schüler sollen „Würge- und Kotzgeräusche“ gemacht haben, wenn andere Kinder essen
  • Beschimpfungen wie „hässliches deutsches Mädchen“ sollen gefallen sein
  • Eine Mutter schildert, ihre Tochter werde in Pausen mit der Begründung „sie sei deutsch“ ausgeschlossen

Besonders brisant: Die betroffene Gesamtschule wirbt mit einem großen Motto-Schild als „Schule mit Courage“ und „Schule der Vielfalt“. Laut Eltern fand im vergangenen Jahr allerdings keine gemeinsame Weihnachtsfeier statt, während am 27. Februar eine Einladung zum gemeinsamen Iftar, dem täglichen Fastenbrechen nach Sonnenuntergang, verschickt wurde.

Demografische Besonderheiten und Reaktionen

Die Klasse der betroffenen Tochter besteht laut Angaben aus 21 Schülern im Alter von 10 bis 12 Jahren. Davon sollen 17 einen Migrationshintergrund haben, und mehrere feiern derzeit den Ramadan. Der Fastenmonat 2026 dauert vom 19. Februar bis zum 19. März, wobei gläubige Muslime täglich von Morgendämmerung bis Sonnenuntergang auf Nahrung verzichten.

Die Schule selbst wollte sich auf Anfrage zunächst nicht äußern. Allerdings steht die Schulaufsicht bereits in Kontakt mit der Schulleitung. Auch das nordrhein-westfälische Schulministerium hat angekündigt, sich den Fall genauer anzuschauen und eine Lösung für die angespannte Situation zu finden.

Die Vorfälle werfen grundsätzliche Fragen zum Umgang mit religiöser Vielfalt im Schulalltag auf und zeigen, wie sensibel das Thema Integration im Klassenzimmer behandelt werden muss.

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