Teterower Ehrenmal: Nach 100 Jahren soll Denkmal wieder besser sichtbar werden
In Teterow werden derzeit schonende Schritte diskutiert, um die Sichtbarkeit des Ehrenmals in den Heidbergen zu verbessern und die Wege zu pflegen. Der Revierförster hat dazu konkrete Ideen entwickelt, die im Mai vor Ort geprüft werden sollen.
Forderung nach besserer Sichtbarkeit
Die Wählergemeinschaft „Die Teterower“ hat eine bessere Sichtbarkeit des Ehrenmals gefordert. Hintergrund sind zugewachsene Wege und eine dichter gewordene Vegetation, die das 20 Meter hohe, begehbare Denkmal von einigen Pfaden aus verdeckt. Diese Forderung ist Teil eines Beschlusses zur Erweiterung des Naturerlebnispfades in der Region.
Diskussion um Sichtachse und forstrechtliche Vorgaben
Im kommenden Jahr wird das Bauwerk 100 Jahre alt. Die Stadt Teterow hatte in einer Stellungnahme das Schlagen einer Sichtachse untersagt und dies mit forstrechtlichen Vorgaben begründet. Wolfgang Blanck von der Wählergemeinschaft widersprach dieser Darstellung und betonte: „Es hat nie jemand von einer Sichtachse gesprochen.“ Es gehe vielmehr um eine insgesamt bessere Sichtbarkeit des Denkmals.
Geplante Maßnahmen und Prüfung vor Ort
Teterows Revierförster Stefan Blumrich kündigte an, die Lage im Mai zusammen mit Mitgliedern des Umweltausschusses zu prüfen. Er sprach sich für zurückhaltende Maßnahmen aus und kann sich die Entnahme einzelner Bäume vorstellen. Zudem sollen im Laufe des Jahres am Weg zum Ehrenmal kleinere Arbeiten erfolgen. Geplant sind unter anderem:
- Die Erneuerung von Bänken
- Der Rückschnitt stark wachsender Büsche an den Sitzplätzen
- Die Pflege der Wege für einen besseren Zugang
Historischer Hintergrund des Ehrenmals
Das Denkmal wurde am 25. September 1927 als „Ehrenmal für die im Weltkriege Gefallenen der Teterower Kirchgemeinde“ eingeweiht. Entworfen hat es der Laager Architekt Paul Korff. Das Bauwerk symbolisiert ein in die Erde gestecktes Schwert und war nach Angaben von Wolfgang Blanck binnen 104 Tagen fertiggestellt. Zur Einweihung kamen seinerzeit rund 2000 Menschen.
In den Jahren 1914 bis 1918 verloren laut einer Internetseite des Mecklenburger Parklandes 300 Christen aus Teterow ihr Leben. Bis heute wird am Volkstrauertag an dem Denkmal der Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht. Die geplanten Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass dieses wichtige historische Erbe auch in Zukunft gut sichtbar und zugänglich bleibt.



