Bundespreis für Geschlechterforschung vor dem Weltfrauentag angekündigt
Forschungsministerin Dorothee Bär hat im Vorfeld des Weltfrauentags die Einführung eines neuen Bundespreises für Geschlechterforschung verkündet. Die CSU-Politikerin betonte in Berlin, dass dieser Preis Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für herausragende Leistungen in diesem Forschungsfeld auszeichnen soll. Ziel der Initiative ist es, das gesellschaftliche Bewusstsein für Geschlechteraspekte in der Forschung zu stärken und die Gleichstellung in der Wissenschaft voranzutreiben. Der Preis soll noch im laufenden Jahr ausgerufen werden.
Besuch am Max Delbrück Center und Diskussion über Gleichstellung
Die Bundesministerin besuchte das Max Delbrück Center für Molekulare Medizin in Berlin-Mitte, um mit Forscherinnen über das Thema Gleichstellung in Wissenschaft und Forschung zu sprechen. Dabei erklärte sie, dass Gleichstellung nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit sei, sondern auch eine Notwendigkeit für die Innovations- und Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Sie betonte, dass dies tägliche Arbeit erfordere und kein Selbstläufer sei, auch nicht im Jahr 2026.
Engagement auf allen Ebenen erforderlich
Für eine erfolgreiche Gleichstellungspolitik sei Engagement und Unterstützung auf allen Ebenen notwendig, sowohl von Frauen als auch von Männern. Bär hob hervor, dass neben weiblichen Vorbildern auch mehr Professorinnen benötigt werden. Derzeit seien nur ein Drittel der Professuren in Deutschland mit Frauen besetzt, was aus ihrer Sicht deutlich zu wenig ist.
Professorinnenprogramm 2030 und weitere Initiativen
Um diese Situation zu verbessern, fördert das Bundesministerium zusammen mit den Bundesländern die Gleichstellung an Hochschulen durch das Professorinnenprogramm 2030. Ziel dieses Programms ist es, die Anzahl der Professorinnen in Richtung Parität zu steigern und die Gleichstellungsstrukturen an den Hochschulen nachhaltig zu stärken. Die Ministerin betonte, dass solche Maßnahmen entscheidend sind, um langfristige Veränderungen zu erreichen.
Die Ankündigung des Bundespreises für Geschlechterforschung erfolgt in einem Kontext, in dem die Gleichstellung in der Forschung weiterhin eine Herausforderung darstellt. Mit diesem Preis und anderen Initiativen will die Bundesregierung die Sichtbarkeit und Anerkennung von Geschlechterforschung erhöhen und so einen Beitrag zu einer ausgewogeneren Wissenschaftslandschaft leisten.



