Königin Camilla trifft Gisèle Pelicot: Gemeinsamer Kampf gegen sexuelle Gewalt
Camilla trifft Pelicot: Kampf gegen sexuelle Gewalt

Symbolisches Treffen im Kampf gegen sexuelle Gewalt

Ein bewegendes Zusammentreffen fand am Montag im Londoner Clarence House statt. Königin Camilla (77) empfing die französische Überlebende Gisèle Pelicot (73) zu einer privaten Audienz. Dieses Treffen markiert einen bedeutenden Moment im gemeinsamen Engagement gegen sexualisierte und häusliche Gewalt.

Zwei Frauen, eine Mission

Gisèle Pelicot wurde durch ihren grausamen Fall international bekannt. Ihr Ex-Mann Dominique Pelicot (73) hatte über Jahre hinweg mehr als 80 Männer eingeladen, sie unter Drogeneinfluss zu vergewaltigen. Der aufsehenerregende Prozess dauerte fast vier Monate und endete im Dezember 2024 mit der Verurteilung von 51 Tätern. Seither ist Pelicot zur Symbolfigur für Überlebende sexualisierter Gewalt geworden.

Königin Camilla engagiert sich seit Jahrzehnten gegen häusliche und sexuelle Gewalt. Erst kürzlich sprach sie öffentlich über einen sexuellen Übergriff, den sie als Teenager in einem Zug erlebte. Ihr Treffen mit Pelicot unterstreicht die transnationale Solidarität im Kampf gegen diese Verbrechen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Ein Brief als Ausgangspunkt

Das Zusammentreffen kam zustande, nachdem bekannt wurde, dass Königin Camilla Gisèle Pelicot nach der Verurteilung ihres Ex-Mannes einen persönlichen Brief geschrieben hatte. Laut dem britischen „Mirror“ war Pelicot von diesem Schreiben, in dem die Königin ihre „außergewöhnliche Würde und ihren Mut“ lobte, zutiefst bewegt. Der Brief hängt nun gerahmt in ihrem Büro.

Der Palast bestätigte auf seiner offiziellen Instagram-Seite: „Die Königin engagiert sich seit vielen Jahrzehnten für die Unterstützung von Überlebenden sexuellen und häuslichen Missbrauchs und schrieb Madame Pelicot nach dem Prozess im Jahr 2024 einen Brief.“

30-minütiges Gespräch und gemeinsame Botschaft

Während des etwa 30-minütigen Austauschs im Clarence House zeigte sich Königin Camilla beeindruckt von Pelicots kürzlich veröffentlichten Memoiren „Eine Hymne an das Leben. Die Scham muss die Seiten wechseln“. Die Königin soll geäußert haben: „Ich habe sie in den letzten zwei Tagen gelesen, ich konnte sie nicht aus der Hand legen.“

Beide Frauen trugen bei ihrem Treffen rote Anstecker mit der Aufschrift „Shame must change sides“ (Die Scham muss die Seiten wechseln) – eine klare Botschaft gegen Victim Blaming. Der Palast würdigte Pelicots Engagement: „Madame Pelicots Mut, sich für alle Opfer einzusetzen, hat ihr weltweite Bewunderung eingebracht.“

Internationale Aufmerksamkeit für ein globales Problem

Dieses Treffen zwischen einer britischen Monarchin und einer französischen Überlebenden unterstreicht die grenzüberschreitende Dimension des Kampfes gegen sexuelle Gewalt. Es zeigt, wie öffentliche Persönlichkeiten und Betroffene zusammenarbeiten können, um das Schweigen zu brechen und Unterstützung für Opfer zu mobilisieren.

Die Veröffentlichung der gemeinsamen Fotos durch den Palast sendet ein starkes Signal der Solidarität und ermutigt andere Überlebende, ihre Geschichten zu teilen. In einer Zeit, in der sexualisierte Gewalt weltweit diskutiert wird, setzt dieses Treffen ein wichtiges Zeichen für Empathie und gemeinsames Handeln.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration