Orangerie Neustrelitz: Vorfall mit Assistenzhund löst Diskussion über Inklusion aus
Orangerie Neustrelitz: Vorfall mit Assistenzhund löst Diskussion aus

Orangerie Neustrelitz: Vorfall mit Assistenzhund löst Diskussion über Inklusion aus

Die Orangerie Neustrelitz ist ein beliebter Ausflugsort, an dem Besucher bei Kaffee und Kuchen das prächtige Interieur bewundern können. Kürzlich geriet das Café jedoch in die Kritik, nachdem eine Besucherin mit ihrem Assistenzhund nicht eingelassen wurde. Der Geschäftsführer Michael Piletzki betont nun, dass alle Gäste willkommen sind, und erklärt die Hintergründe des Vorfalls.

Vorfall führt zu gesundheitlichen Problemen

Eine psychisch kranke Frau mit einem Assistenzhund wurde zunächst in den Außenbereich verwiesen, da Hunde in der Orangerie normalerweise nicht erlaubt sind. Die Diskussion mit dem Personal führte bei ihr zu körperlichen Symptomen, sodass der Notarzt gerufen werden musste. Michael Piletzki gibt zu, von der gesetzlichen Regelung für Assistenzhunde bis zu diesem Vorfall nichts gewusst zu haben. „Bei uns ist jeder Gast willkommen“, sagt er und erklärt, dass er sich sofort nach dem Vorfall informiert habe.

Mitarbeiter handelten korrekt, aber Regelung war unbekannt

Piletzki nimmt seine Mitarbeiter ausdrücklich in Schutz. „Sie haben sich korrekt verhalten. Bei uns gilt die Regel: keine Hunde im Innenbereich. Darauf werden alle Gäste höflich hingewiesen“, betont er. Allerdings erwartet er auch von Gästen einen angemessenen Ton, wenn sie auf ihr Recht pochen. Der Vorfall habe für alle Beteiligten eine unangenehme Situation dargestellt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Rechtliche Regelung wird nun in AGB aufgenommen

Nach dem Vorfall hat sich die Situation schlagartig geändert. Andere Gastronomen aus Neustrelitz hätten Piletzki angesprochen und ebenfalls von den rechtlichen Regeln zu Assistenzhunden nichts gewusst. „Wir haben die Regel jetzt in unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufgenommen“, erklärt der Geschäftsführer. Dies soll sicherstellen, dass ähnliche Vorfälle in Zukunft vermieden werden.

Staatliche Schlösser betonen Zulassung von Assistenzhunden

Die Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern (SSGK-MV) haben sich ebenfalls zu dem Vorfall geäußert. Eine Pressesprecherin stellte klar, dass die Behörde in diesem Fall nicht zuständig ist, da der Staatliche Bau- und Liegenschaftsbetrieb als Vermieter auftritt. Trotzdem betonten sie, dass in ihren Museen Assistenzhunde selbstverständlich willkommen und zugelassen sind. Mögliche Schäden am kostbaren Parkett, wie in der Orangerie angeführt, seien dafür kein Hindernisgrund.

Die SSGK-MV kommuniziert dies sehr klar, auch in Zusammenarbeit mit dem Verband der Begleithunde. Dieser Vorfall hat somit nicht nur in der Orangerie Neustrelitz, sondern auch in der regionalen Gastronomie und bei kulturellen Einrichtungen zu einem gesteigerten Bewusstsein für die Rechte von Menschen mit Assistenzhunden geführt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration