Burg Beeskow sucht neuen Burgschreiber für 2027: Fünfmonatiges Stipendium für Autoren
Burg Beeskow sucht Burgschreiber für 2027: Stipendium für Autoren

Burg Beeskow sucht neuen Burgschreiber für 2027: Fünfmonatiges Stipendium für Autoren

Die brandenburgische Stadt Beeskow, südöstlich von Berlin gelegen, ist erneut auf der Suche nach literarischem Talent. Für das Jahr 2027 schreiben die Stadt Beeskow und der Oder-Spree-Kreis das renommierte Amt des Burgschreibers oder der Burgschreiberin aus. Dieses einzigartige Stipendium richtet sich an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die sich für fünf Monate in der historischen Burg Beeskow niederlassen möchten, um an ihren literarischen Projekten zu arbeiten.

Attraktive Förderung für literarische Schaffende

Das Burgschreiber-Amt ist mit einer finanziellen Förderung in Höhe von 5.000 Euro verbunden. Zusätzlich erhalten die ausgewählten Autoren kostenfreien Wohn- und Arbeitsraum direkt auf der Burg Beeskow. Diese Kombination aus finanzieller Unterstützung und inspirierender Umgebung soll es den Literaten ermöglichen, sich voll und ganz auf ihre schriftstellerische Tätigkeit zu konzentrieren. Bewerbungen für das Stipendium 2027 können bis zum 6. Juli eingereicht werden.

Tradition seit 1993 und regionale Vernetzung

Seit dem Jahr 1993 existiert das Burgschreiber-Amt in Beeskow und hat sich zu einer festen Institution in der deutschen Literaturszene entwickelt. Das Ziel dieser Einrichtung ist es, Autoren nicht nur die Möglichkeit zu bieten, an ihren Werken zu arbeiten, sondern auch den Austausch mit den Menschen in der Region zu fördern. Durch Lesungen, Workshops und andere kulturelle Veranstaltungen sollen die Burgschreiber aktiv in das lokale Leben eingebunden werden.

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Aktuelle Burgschreiberin und literarisches Erbe

Derzeit bekleidet die mehrfach preisgekrönte Schriftstellerin Luo Lingyuan das Amt der Burgschreiberin in Beeskow. Die 1963 in China geborene Autorin lebt seit Januar auf der Burg und wird im April ihr neues Buch „Das fragile Glück der Harmonie“ vorstellen. Ihre Anwesenheit unterstreicht die internationale Ausstrahlung des Stipendiums.

Die Region um Beeskow ist zudem eng mit dem bedeutenden Schriftsteller Günter de Bruyn verbunden, der in der Nähe lebte und in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Am 24. April soll in Beeskow das Günter-de-Bruyn-Haus eröffnet werden, wo sein Nachlass aufbewahrt wird. De Bruyn galt in der DDR-Zeit als einer der wichtigsten Autoren des Landes und begleitete die politischen Umbrüche von 1989 sowie die deutsche Wiedervereinigung in kritischen Essays. Dieses literarische Erbe unterstreicht die Bedeutung Beeskow als Ort der Schriftstellerei und kulturellen Austauschs.

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