Deutsch-französische Jugendbegegnung in Warnemünde: Nachhaltigkeit und Freundschaft an der Ostsee
Jugendliche aus Gadebusch und Rennes erleben Ostsee-Begegnung

Internationale Jugendbegegnung verbindet Gadebusch und Rennes an der Ostsee

Eine unvergessliche Woche voller interkultureller Erfahrungen und nachhaltiger Projekte erlebten vierzehn Jugendliche aus Deutschland und Frankreich im Ostseebad Warnemünde. Diese Zusammenkunft markierte den zweiten Teil einer bilateralen Jugendbegegnung, die bereits sechs Monate zuvor mit einem Treffen am Atlantik vor der französischen Küste begonnen hatte.

Sieben deutsche und sieben französische Teilnehmer zeigen gelebte Toleranz

Je sieben Jugendliche aus der Umgebung von Gadebusch in Mecklenburg-Vorpommern sowie aus der bretonischen Stadt Rennes demonstrierten über sechs Tage hinweg eindrucksvoll, wie internationale Verständigung und Offenheit praktisch gelebt werden können. „Es war eine fantastische Zeit. Genauso wie im vergangenen Jahr, als wir nach Frankreich fuhren und dort schon unvergessliche Tage erlebten“, erklärte Franka Rosenkranz, Jugendsozialarbeiterin im Gadebuscher Jugendtreff FreiRaum.

Die Organisationsverantwortung für diesen zweiten Teil lag bei der deutschen Seite, während die erste Phase in Cancale durch den französischen Kooperationspartner JTM (Jeunes à Travers le Monde) koordiniert worden war. Das Projekt wurde maßgeblich vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) gefördert, wodurch der finanzielle Beitrag für die Teilnehmenden gering gehalten werden konnte.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Tägliche Sprachanimation überwindet Kommunikationsbarrieren

Das größte anfängliche Hindernis solcher Austauschprogramme – die sprachliche Verständigung – wurde durch eine tägliche Sprachanimationsstunde erfolgreich bewältigt. Interkulturelle Teamer übersetzten die Workshop-Inhalte in die jeweiligen Muttersprachen, und bereits nach wenigen Stunden waren Berührungsängste zwischen den Jugendlichen verschwunden.

„Es herrschte schnell ein tolles Klima unter den Jugendlichen. Sie verstanden sich von Tag zu Tag besser und am Ende flossen wieder zahlreiche Tränen des Abschieds“, berichtete die Sozialpädagogin Rosenkranz. Der Einsatz von digitalen Übersetzungstools wurde im Verlauf der Woche immer seltener, da die Teilnehmer eigene Wege der Kommunikation fanden.

Nachhaltigkeit im Fokus: Von Fast Fashion zu KI-Lösungen

Das zentrale Thema der Begegnungswoche war Nachhaltigkeit, das in vielfältigen Workshops und Exkursionen behandelt wurde. Im Rostocker Öko-Haus erhielten die Jugendlichen Impulse zum kritischen Konsumverhalten, insbesondere zur Problematik der „Fast Fashion“ und möglichen Alternativen.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Rostocker Mediatops, wo die siebzehn Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen erläutert wurden. Besonders spannend für die Teilnehmer war die Frage, wie künstliche Intelligenz bei der Umsetzung dieser Ziele helfen kann. In kreativen Gruppenarbeiten entwickelten die Jugendliche konkrete Lösungsansätze und gestalteten informative Plakate.

Nachhaltige Freundschaften und Wunsch nach Fortführung

Die deutsch-französische Begegnung hinterließ bei allen Beteiligten tiefe Eindrücke und führte zu dauerhaften Freundschaften. „Es waren fantastische Tage. Daraufhin wurde von den Jugendlichen der Wunsch geäußert, solche Treffen fortzuführen“, betonte Franka Rosenkranz.

Viele Teilnehmer bleiben auch nach der Rückkehr in ihre Heimatorte in Kontakt, was in der digitalen Zeit deutlich erleichtert wird. Diese internationale Jugendbegegnung hat nicht nur Wissen über Nachhaltigkeit vermittelt, sondern vor allem Brücken zwischen jungen Menschen aus zwei europäischen Nachbarländern geschlagen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration