Italien beschlagnahmt 20 Millionen Euro im Fall Ursula Andress
Die italienische Finanzpolizei hat Immobilien, Grundstücke und weitere Vermögenswerte mit einem Gesamtwert von 20 Millionen Euro beschlagnahmt. Diese sollen im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Veruntreuung des Vermögens der Schweizer Schauspielerin Ursula Andress stehen. Die Ermittler entdeckten elf Immobilien sowie vierzehn Grundstücke in San Casciano Val di Pesa in der Toskana nahe Florenz.
Vermögensverwalter im Verdacht
Die 90-jährige Andress, weltberühmt als erstes Bond-Girl in James Bond - 007 jagt Dr. No aus dem Jahr 1962, hatte Anfang des Jahres in der Schweizer Zeitung Blick öffentlich gemacht, dass ihr Vermögen drastisch geschrumpft sei. Sie verdächtigte ihren früheren Vermögensverwalter, rund 18 Millionen Franken, umgerechnet etwa 20 Millionen Euro, veruntreut zu haben.
Die in der Schweiz geborene Schauspielerin, die seit langem in Italien lebt, erstattete daraufhin in der Schweiz Anzeige. Die dortigen Behörden deckten nach Angaben aus Italien eine systematische Veruntreuung finanzieller Mittel auf. Die Gelder seien aus ihrem Vermögen abgezweigt und in ausländische Firmen, Immobilienkäufe sowie Kunstwerke investiert worden.
Spur führt nach Italien
Die Ermittlungen führten schließlich nach Italien, woraufhin sich die Staatsanwaltschaft von Florenz und die Finanzpolizei einschalteten. In Italien wurden die elf Immobilien und vierzehn Grundstücke, die unter anderem als Weinberge und Olivenhaine genutzt wurden, sowie Kunstwerke und weitere finanzielle Mittel identifiziert und beschlagnahmt.
Die italienische Polizei nannte in diesem Zusammenhang keine Verdächtigen namentlich. Die beschlagnahmten Vermögenswerte umfassen ein breites Spektrum, darunter:
- Elf Immobilien in der Toskana
- Vierzehn Grundstücke, vorwiegend für landwirtschaftliche Nutzung
- Kunstwerke und weitere finanzielle Mittel
Der Fall zeigt die internationale Dimension von Vermögensdelikten und die Zusammenarbeit zwischen Schweizer und italienischen Behörden. Ursula Andress, eine Ikone des Kinos, muss nun abwarten, ob die beschlagnahmten Vermögenswerte tatsächlich ihr entwendetes Geld darstellen und ob sie zurückerstattet werden können.



