Bankeinbrüche in Niedersachsen: Polizei ermittelt mögliche Serientäter nach Überfällen in Stuhr und Wilhelmshaven
Bankeinbrüche in Niedersachsen: Polizei sucht Serientäter

Bankeinbrüche in Niedersachsen: Polizei ermittelt mögliche Serientäter nach Überfällen in Stuhr und Wilhelmshaven

Die Polizei in Niedersachsen untersucht derzeit mögliche Verbindungen zwischen zwei spektakulären Bankeinbrüchen in Stuhr bei Bremen und Wilhelmshaven. Nach Angaben der Ermittler deuten zahlreiche Parallelen darauf hin, dass Serientäter am Werk sein könnten, die mit hoher Professionalität vorgehen. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass die Beamten intensiv an der Aufklärung der Fälle arbeiten und bereits eine spezielle Ermittlungsgruppe gebildet haben.

Ähnliche Vorgehensweise bei beiden Überfällen

In beiden Fällen drangen jeweils drei Männer in die Bankfilialen ein und leerten zahlreiche Schließfächer. In Wilhelmshaven Ende Januar wurden 18 Schließfächer gewaltsam geöffnet, während in Stuhr am vergangenen Freitag 14 Fächer geleert wurden. Die Täter nutzten beide Male ein enges Zeitfenster: In Wilhelmshaven blieben ihnen nur wenige Minuten, bevor ein interner Alarm ausgelöst wurde, in Stuhr wählten sie gezielt die Mittagspause für ihren Einbruch.

Die Einbrecher in Stuhr drangen über einen Lichtschacht in den Keller der Volksbank ein und überwanden dabei mehrere mechanische Sicherungssysteme. Ein Banksprecher betonte: „Nach aktuellem Kenntnisstand sind die Täter mit hoher Professionalität und erheblichem technischem Aufwand vorgegangen.“ Die Sicherheitsmaßnahmen würden regelmäßig überprüft und entsprächen den aktuellen Standards.

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Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Die Polizei hat die Ermittlungsgruppe „EG Gitter“ mit elf Beamten gebildet, die alle Fäden der Untersuchung zusammenführt. Ein Sprecher erklärte: „Die Zusammenhänge mit Wilhelmshaven liegen nahe. Dort sollen auch drei Täter am Werk gewesen sein.“ Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat inzwischen die Ermittlungen zum Einbruch in Wilhelmshaven übernommen und ermittelt gegen drei Verdächtige wegen Diebstahls im besonders schweren Fall.

Zeugen beschrieben in beiden Fällen drei Männer, die in Stuhr blaue Overalls trugen und nach der Tat vermutlich in ein schwarzes Auto stiegen. Bislang fehlt von den Tätern jedoch jede Spur. Die Polizei schließt einen Zusammenhang mit dem spektakulären Millionencoup in Gelsenkirchen Ende Dezember zwar weitgehend aus, betont aber: „Ganz ausschließen tun wir am Anfang gar nichts.“

Bank reagiert und sucht nach Zeugen

Die betroffene Bank kündigte an, ihr Sicherheitskonzept nach dem Einbruch zu überprüfen. Eine Sprecherin zeigte sich erleichtert, dass es zu keiner direkten Konfrontation mit Mitarbeitenden kam und niemand verletzt wurde. Die Bank stehe im engen Austausch mit den Besitzern der geplünderten Schließfächer und begleite die Betroffenen bei den notwendigen Schritten.

Die Ermittler suchen dringend nach Zeugen und bitten Anwohner, Aufzeichnungen von Überwachungskameras zu überprüfen. Besonders Menschen, die am Freitagmittag auf einem Parkplatz in der Nähe der Bank in Stuhr geparkt haben, könnten wichtige Hinweise liefern. Ein Polizeisprecher räumte ein: „Bislang sind es nur ganz wenige Hinweise, knapp eine Handvoll. Eine heiße Spur ist bisher nicht darunter.“

Die Höhe der Beute aus den Einbrüchen bleibt unklar, da weder Polizei noch Bank Angaben zu den Inhalten der Schließfächer machen. Kunden mit entsprechenden Versicherungen könnten ihren Schaden jedoch möglicherweise ersetzt bekommen, während die Ermittler weiterhin im Dunkeln tappen und dringend auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen sind.

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