Bankeinbruch in Stuhr: Polizei vermutet Serientäter hinter geknackten Schließfächern
Bankeinbruch Stuhr: Polizei sucht nach Serientätern

Bankeinbruch in Stuhr: Polizei vermutet Serientäter hinter geknackten Schließfächern

In Stuhr nahe Bremen ist es zu einem spektakulären Bankeinbruch gekommen, bei dem Unbekannte etliche Schließfächer leergeräumt haben. Die Polizei prüft nun intensiv, ob es sich bei den Tätern um Serientäter handeln könnte, die bereits für ähnliche Delikte in der Region verantwortlich sind.

Ähnliche Vorgehensweise wie in Wilhelmshaven

Die Ermittler sehen deutliche Parallelen zu einem Vorfall in Wilhelmshaven Ende Januar. „Die Zusammenhänge mit Wilhelmshaven liegen nahe“, erklärte ein Polizeisprecher. „Dort sollen auch drei Täter am Werk gewesen sein.“ In beiden Fällen brachen die Einbrecher mit Gewalt und Werkzeugen zahlreiche Schließfächer auf, hatten nur wenig Zeit für ihre Tat und konnten unerkannt mit der Beute fliehen.

Am Freitagmittag waren die Täter in Stuhr über einen Lichtschacht in den Keller der Bank eingedrungen und hatten insgesamt 14 Schließfächer geleert. Die genaue Höhe der Beute ist bisher noch unklar. In Wilhelmshaven waren Ende Januar sogar 18 Schließfächer aufgebrochen worden.

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Ermittlungen in alle Richtungen

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt inzwischen im Fall Wilhelmshaven gegen drei Verdächtige wegen Diebstahls im besonders schweren Fall. „Die Ermittlungen laufen dabei in alle Richtungen“, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. Von einer direkten Verbindung zum spektakulären Millionencoup in Gelsenkirchen Ende Dezember gehen die Ermittler zwar zunächst nicht aus, schließen aber nichts komplett aus. „Ganz ausschließen tun wir am Anfang gar nichts“, betonte der Polizeisprecher.

In Gelsenkirchen hatten sich Einbrecher mit einem Spezialbohrer Zugang zu einem Tresorraum verschafft, mehr als 3.000 Schließfächer geplündert und eine Beute in Millionenhöhe erbeutet.

Ermittlungsgruppe „Gitter“ sucht nach Zeugen

Um den Tätern auf die Spur zu kommen, hat die Polizei eine spezielle Ermittlungsgruppe gegründet. „Ab jetzt laufen alle Fäden bei der 11-köpfigen Ermittlungsgruppe 'EG Gitter' zusammen“, teilte die Polizei mit. Die Gruppe sucht dringend nach Zeugen und Hinweisen:

  • Wer hat am Freitagmittag in der Nähe des Parkplatzes bei der Bank Menschen in Overalls beobachtet?
  • Wer kann Angaben zu einem dunklen Auto machen, mit dem die Täter möglicherweise geflüchtet sind?
  • Die Polizei bittet Anwohner ausdrücklich, ihre Überwachungskameras auf verdächtige Aufnahmen zu überprüfen.

Die Ermittler hoffen, durch die gebündelten Ermittlungen der Gruppe „Gitter“ schnell Fortschritte zu erzielen und die Täter zu identifizieren, bevor weitere ähnliche Straftaten begangen werden können.

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