Erneuter Einbruch auf Loitzer Baustelle: Bagger-Barriere wirkungslos
Fassungslosigkeit und Ärger herrschen bei allen Beteiligten, nachdem auf dem Baustellengelände der Loitzer Badeanstalt bereits zum zweiten Mal eingebrochen wurde. Die Polizeiinspektion Anklam ermittelt wegen besonders schweren Diebstahls, wie Pressesprecherin Kimberley Schätzchen bestätigte. Die unbekannten Täter entwendeten nicht nur Werkzeuge aus einem Baucontainer, sondern zapften auch Dieselkraftstoff aus einem Bagger ab.
Nachtlicher Vorfall mit schwerwiegenden Folgen
Der Einbruch ereignete sich in der Nacht von Montag zu Dienstag. Vor Ort waren neben der Polizei und der Kriminalpolizei, die Spuren sicherte, auch Mitarbeiter der geschädigten Firma TBJ-Tiefbau GmbH Jarmen-Spezialtiefbau. „Wir hatten den Bagger bereits so positioniert, dass der Baucontainer schwer zu erreichen ist. Doch ein kleiner Spalt hat offensichtlich ausgereicht, um ihn aufzuhebeln“, berichtete Bauleiter Thomas Zeisler. Für ihn und sein Team bedeutet dies bereits den zweiten Rückschlag bei der Sanierung der beliebten Badestelle.
Wiederholter Schaden in vierstelliger Höhe
Bereits im Februar dieses Jahres gab es einen Einbruch auf derselben Baustelle, der einen Schaden in vierstelliger Höhe verursachte. „Wir gehen davon aus, dass es dieses Mal wieder so sein wird“, sagte Zeisler. Aktuell wird eine genaue Auflistung der gestohlenen Gegenstände erstellt. Fehlende Werkzeuge und Geräte umfassen unter anderem:
- Kabeltrommeln für Starkstromkabel
- Verschiedene Werkzeuge
- Weitere Arbeitsgeräte
Allein durch das Abziehen des Diesels aus dem Bagger entstand laut Polizeiangaben ein Schaden von rund 500 Euro.
Neue Anschaffungen und Bauverzögerungen
Nach dem ersten Einbruch mussten bereits Winkelschleifer, Akkuschrauber und andere Werkzeuge ersetzt werden. Nun steht das Team aus Jarmen erneut vor der Aufgabe, Werkzeuge neu zu kaufen, den beschädigten Container zu reparieren und das Fahrzeug neu zu betanken. Die verschlossene Toranlage und das Zutrittsverbot konnten die dreisten Diebe offensichtlich nicht davon abhalten, einzudringen.
Verärgerung bei Auftraggeber und Hoffnung auf Sensibilisierung
Der Geschäftsführer der Loitzer Stadtwerke, die als Auftraggeber für die Sanierung fungieren, zeigte sich tief verärgert: „Das ist ein Unding. Die Abgrenzung wurde schon verstärkt, die Firma hat den Bagger vor dem Container positioniert – selbst das hat die Einbrecher nicht davon abgehalten“. Er betonte die positive Zusammenarbeit mit dem Jarmener Team, das selbst bei eisigen Temperaturen aktiv war, und bedauerte den Rückschlag.
Bauleiter Zeisler hofft, dass der erneute Vorfall zu einer stärkeren Sensibilisierung der Öffentlichkeit führt: „Wir hoffen, dass dieser erneute Zwischenfall vielleicht auch etwas mehr sensibilisiert, auf diese Baustelle achtzugeben“. Sebastian Raus, Geschäftsführer der Stadtwerke, verwies auf das große öffentliche Interesse an der Fertigstellung der Anlage, die bald wieder für die Allgemeinheit nutzbar sein soll.
Die Kriminalpolizei setzt ihre Ermittlungen fort, während die Beteiligten mit den Folgen des erneuten Einbruchs zu kämpfen haben.



